Kompetente fachliche Beratung

Ein kleines Mädchen probiert auf dem Straßenmarkt ein Paar rosa Turnschuhe an und sagt: Mama, meine Füße tun weh!

Der Verkäufer berät die Mutter, ohne von hinter seinem Stand hervorzutreten (geschweige denn wirklich hinzugucken oder gar anzufassen), mit verschränkten Armen und im Ton großer Überzeugung: Ach, das gibt sich!

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Frittenverfallfaszination

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Frühe Entscheidungen

Möchte ich aktiv oder entspannt in den Tag starten, will ich Glücksmomente, Leidenschaft, Exotik oder gar Summerschwingungen erfahren? Soll meine Haut erfrischt, gekühlt, revitalisiert, geölt, gestreichelt oder becremt werden? Und vor allem: Soll ich heute nach Pfefferminze, Mango oder Schokolade duften?

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Wenn Dreijährige verschwinden

Vor einem halben Jahr ist es mir tatsächlich passiert: Noch vor meiner Haustür, auf dem Weg zum Kindergarten, kam mir mein Sohn abhanden. Es gab große Aufregung, Verzweiflung, Entsetzen, inklusive unangenehme Vorstellungen im kopfeigenen Kino. Meine Frau und ich liefen suchend und erst rufend, dann schreiend hin und her, unterstützt von zufällig anwesenden Nachbarn und der städtischen Müllabfuhr. Diese entdeckte unseren Sohn dann auch, ein paar Straßen weiter in der Obhut einer Frau mit Hund.

Was war passiert?

Ich hatte mit meinem Sohn unser Reihenmittelhaus in unserem ruhigen Dorf verlassen und war zwei Haustüren voran gekommen, als ich bemerkte, dass ich meinen Rucksack im Flur vergessen hatte. Ich kehrte um, holte den Rucksack (15 Sekunden?)… Kind weg.

Ich war nicht beunruhigt, denn da, wo er gestanden hatte, war eine Kreuzung, an der wir links abbiegen mussten. Erst ich selber an der Kreuzung stand und ihn immer noch nicht sah, war ich verwundert: so weit konnte er sich unmöglich entfernt haben! Sofort hundert Meter Richtung Kindergarten gelaufen, rufend, immer noch kein Kind. Das konnte nicht sein! Erste Panik. In die Einfahrten geschaut, hinter den Hecken, Nachbar informiert, nach Hause gerannt, Frau informiert, Müllabfuhr auch. Weiter gesucht.

Gerade als meine Frau mit der Polizei telefonierte, kam die Müllabfuhr mit der erlösenden Nachricht zurück. Kurz danach spazierte unser Sohn aus der dem Kindergarten entgegengesetzte Richtung auf uns zu, Frau mit Hund im gebührenden Abstand hinterher. Mein Sohn traute der Frau, die ihn alleine vor ihrem Haus spazierend entdeckt hatte, nicht, und mit der Müllabfuhr wollte er offenbar auch nicht fahren.

Offenbar war mein Sohn, während ich schnell zur Haustür hechtete um meinen Rucksack zu holen, hinter mir her gelaufen und war dann hinter meinem Rücken in entgegengesetzter Richtung die Straße weiter entlang gelaufen. Als ich ihn dann von meiner Haustür aus an der Ecke nicht entdecken konnte, war er vermutlich durchaus noch in meinem Sichtfeld – nur nicht in die Richtung, in die ich schaute (wer weiß, vielleicht war er keine fünf Meter entfernt)! Und während ich dann den Weg zur KiTa absuchte, hatte er massig Zeit, einen weiteren Straßenzug zu erwandern.

Warum mir heute dieses Thema wieder hochkommt? Weil ich am Wochenende wieder Zeuge wurde, wie ein dreijähriges Kind verschwand.

Wir grillten bei herrlichem (und im Oktober sicherlich unnatürlichem) Sommerwetter mit einer größeren Gruppe an einem Abenteuerspielplatz bei uns in der Nähe. Als wir bei einbrechender Dunkelheit zusammenpackten und uns für ein Gruppenfoto aufstellen wollten, erreichte uns das Wehklagen einer Mutter, die ihre kleine Tochter vermisste.

Der Spielplatz liegt im Waldesrand, es gibt einen Fluss und einen Weiher (beide umzäunt), und im angrenzenden Wald gibt es Kohleöfen, Abhänge, Schluchten…. Also ausreichende Möglichkeiten für Horrorvorstellungen. Ich weiß nicht, wie lange die schon suchten, bevor wir hinzu stießen, aber wir hatten mit Sicherheit eine weitere halbe Stunde mitgesucht, bevor jemand von uns die Polizei rief (die Mutter und ihre anwesende Großfamilie oder Freundeskreis taten sich mit diesem für mich eher selbstverständlichen Schritt sehr schwer. Naja, wird seine Gründe haben. Natürlich wird die Polizei nicht in jedem Kulturkreis als Freund und Helfer angesehen).

Die Mutter wurde zunehmend hysterisch (verständlich), alleine schon deswegen wäre professionelle Hilfe angesagt gewesen. Auch wurde es stetig dunkler und es kühlte bereits merklich ab, was die ganze Situation zunehmend bedrohlich machte.

Aber kurzum: das kleine Mädchen wurde „hinter dem Parkplatz“ (was immer das genau bedeutet, aber auf jeden Fall über 150 Meter, eher 250 Meter vom Spielplatz entfernt) wohl aufgefunden. Das Gruppenfoto ist nicht mehr zustande gekommen…

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Berliner Maurosaurus, live und in Farbe

Haselnuss (8. Klasse) : „Wir haben diese Woche einen Tag frei!“

Pfeffermatz&demseineFrau: „Und weißt du warum?“

Haselnuss: „… nein.“

Pfeffermatz&demseineFrau: „Dann schau mal auf den Kalender.“

Haselnuss: „Mittwoch, dritter Oktober… Vielleicht Palmmittwoch?“

Nach einer kurzen, erhellenden Geschichtslektion hellten sich auch Haselnusses Gesichtszüge auf:

„Den Fall der Mauer habe ich auf YouTube gesehen. Damals gab es schon Farbfernsehen!“

Wir Eltern von Haselnuss schmunzelten, und ich erklärte, dass es schon sehr, sehr lange. nämlich seit 1967, Farbfernsehen in Deutschland (West) gäbe. Erst heute morgen fiel mir auf, dass die Zeitspanne zwischen Einführung des Farbfernsehens und dem Mauerfall kürzer ist als die Zeit von Mauerfall bis heute (22 Jahre gegenüber 29 Jahre)!

Tyrannosarurus Rex bringt die Berliner Mauer zu Fall (nachgestellt)

Insofern muss ich nich noch bei meinem Sohn für das Schmunzeln entschuldigen, denn von seiner Warte aus liegen diese Ereignisse deutlich näher beieinander als für mich. Für jemanden wie mich aber, der in eine farbfernsehliche Welt hineingeboren wurde und als Siebzehnjähriger den Fall der Berliner Mauer live auf eben diesem Gerät miterlebt hat, stellt sich das natürlich anders da.

Man täuscht sich, so rein bauchgefühlsmäßig, wenn man Zeitspannen zwischen Ereignissen vergleicht, die zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten in der eigenen Lebenslinie (oder eben davor!) liegen. So finde ich es erstaunlich, dass der Song Nothing Compares 2 U von Sinéad O’Connor oder der Film Batman von Tim Burton (jeweils 1990) inzwischen näher an Dylans Blowin‘ In The Wind, oder All My Loving von den Beatles oder Hitchcocks Die Vögel (alle 1963) als an heute liegen.

Übrigens war diese Woche auf Bento zu lesen, dass der Tyrannosarurus Rex zeitlich näher an uns Menschen liegt (vor 65 Mio. Jahre ausgestorben) als an den Stegosaurus (vor 148 Mio. Jahre ausgestorben). Für mich waren das bisher beide nur Dinosaurier; und nun gehöre auch ich dazu…

Bei Bento erfuhr ich übrigens auch, dass Marilyn Monroe im gleichen Jahr geboren wurde wie die Queen. Ich habe zwar vergessen, welches Jahr das genau war, aber ich bin mir relativ sicher, dass es irgendwo zwischen Jura und Oktober liegt.

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PayPal informiert

Aus dem Dokument Anstehende Aktualisierungen der Richtlinien:

6a.7. Freistellung und Schadenersatz

In Ziffer 6a.7. haben wir uns im Rahmen der Regelungen zum „Kauf auf Rechnung“ eines ganz besonderen Schätzchens angenommen: Der letzte Absatz bestand bisher aus einem einzigen Satz mit 111 Wörtern – und das ist selbst für einen juristischen Text eher lang.

Wir haben den Satz nun wenigstens aufgeteilt und hoffentlich etwas übersichtlicher dargestellt. Inhaltlich haben wir nichts geändert.

Fand ich nett.

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Menschen und Bäume

Gestern Abend am Aachener Hauptbahnhof: eine Gruppe Aktivisten, um das Plakat und der Boden-Aufschrift „Wir trauern um einen Menschen, der während der Räumung des Hambacher Forstes sein Leben verlor“ versammelt. Alle sehr still, bedrückt, traurig… Dazu zwei Seelsorgerinnen, vermutlich von der Bahnhofsmission, im ernsthaften Gespräch mit Einzelnen aus der Gruppe vertieft (auf dem Foto nicht zu sehen) .

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