Ein Osterei gelegt.

Vor wenigen Tagen erschien ein Blogartikel von mir, ursprünglich noch ohne Überschrift, in welchem ich den hirnrissigen Text zu einem Osterlied vorstellte. Dabei handelte es sich – mal wieder – um ein Versuch, meine Beziehung zum Song Last Christmas zu reflektieren und meine diesbezügliche innere Zerrissenheit zu bearbeiten.

Oder aber… ich habe mich in der Vorweihnachtszeit bei meinen Schwiegereltern gelangweilt und kam beim festüblichen Radiogedudel eben auf die Idee, den ursprünglichen österlichen Kontext des Liedes wieder herzustellen, schmierte schnell was hin und datierte den Post auf die kommende Vorosterzeit vor.

So schnell wie Weihnachten verging, vergaß ich auch den vordatierten Artikel. Außerdem verstarb just am zweiten Weihnachtstag der begnadete LastChristmas-Sänger und -Komponist George Michael, ein wahrer Pop-Gigant mit großartiger Stimme.

Und mit ein paar unsterblichen Kompositionen, manche zurechter unsterblich als andere.

Ich war jedenfalls überrascht, diesen vergessenen Eintrag plötzlich auf meinem Blog zu finden, und nutze nun die Gelegenheit, mich vom großen George Michael zu verabschieden.

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Last Easter

Ich bin dabei, ein Ostern-Lied zu schreiben, hier ist schon mal der Text:

Letztes Jahr zu Ostérn,
Schenkte ich dir meine Ostereiér.
Doch nur einen Tag spätér
Gabst du sie irgendwer.

Dieses mal,
Erspar‘ ich mir die Qual
Und gebe sie jemandem Besonderem.
(gehaucht: ) Besonderem.

Jetzt brauche ich nur noch eine schmissige Melodie und eine Fönfriseur, und schon steht mir der Weg zu Ruhm, Reichtum und Kokain-Sucht offen.

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mit Unterschnitt.

Wenn sich zwei Sachen so sehr unterscheiden, dass sie sich gar nicht überschneiden, kann man dann sagen, dass sie sich unterschneiden?

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Nur für echte Männer

Der Grill ist dein Territorium! Echte Männer, echtes Fleisch, echte Soße… Fleisch ist für Männer, Gemüse ist für Kühe!

Dass sowas sexistisches in der EU erlaubt ist (das Produkt kommt aus den Niederlanden)… Werden hier eigentlich Frauen mit Kühen gleichgesetzt? Und zusätzlich verdummend ist der fake fact über die Ernährungsweise von Kühen…

Aber lecker ist sie trotzdem!

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Schon blöd…

… wenn man mit 20 keinen (oder nur schlechten) hatte 😦

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Geb?

Gebacken? Gebraten? Geboren, gebürstet und gebenedeit?

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Der Geruch von Schokolade

Zu Beginn der Fastenzeit macht man gerne einen Sack mit guten Vorsätzen auf, obwohl der Sack vom Jahresanfang noch gar nicht so alt ist. Deshalb ist dies ein günstiger Zeitpunkt, um eine erste Evaluierung der Neujahrsvorsätze vorzunehmen.

Mein wichtigster, weil einzig relevanter Vorsatz war, im Jahre 2017 jeden Tag nach Schokolade zu duften. Zu diesem Zwecke habe ich regelmäßig ein paar Tafeln Schokolade eingeschmolzen und die klebrige, warme und duftende Masse großzügig über meinen Körper verteilt.

Der Effekt war durchschlagend; mein Körpergeruch und somit auch der Erfolg meines Vorhabens waren überwältigend. Als kleiner Bonus konnte ich auf Tagescremes verzichten, schließlich wurde meine Haut in regelmäßigen Abständen mit Kokosfett eingerieben. Dies musste ich nur alle drei Tage machen, so lange hielt der Wohlgeruch an.

Ich hätte zufrieden sein können, stünden mir nicht drei Hindernisse im Weg: meine Faulheit (es war schon viel Arbeit), mein stetes Streben nach Optimierung und die eher negativen Reaktionen meiner Umwelt und schließlich auch meiner Haut.

Also suchte ich einen anderen Weg zur Erfüllung meiner selbst aufgelegten Pflicht und wurde im Drogeriemarkt fündig.

Dort im Regal hatte mir Deutschlands berühmteste Beauty-Bloggerin ein Produkt hinterlassen, dass zu meinem Bedarf passte wie die berühmte Sachertorte ins Gesicht. Nun seifte ich mich täglich unter der Dusche mit Chocolate Cupcake Cremiger Duschschaum ein, und mindestens bis Mittags duftete ich lecker nach Konditorei.

Und das war auch schon der Nachteil dieser ansonsten perfekten Methode: sie hielt nicht an. Ich begann, mir eine Dose Schokoduschschaum mit zur Arbeit zu nehmen, um mich zwischendurch auf der Toilette ein wenig unter den Achseln (oder an anderen unaussprechlichen Stellen) einzuschmieren. Es klebte etwas ohne Duschwasserzufuhr, aber das war bei der Versuchsreihe mit der geschmolzenen Schokolade ja auch nicht anders gewesen.

Allmählich liessen die Kollegen Bemerkungen über meine zahlreichen Toilettengänge fallen, und ich wusste, ich brauchte wieder eine neue Alternative. Würde Bibi mich wirklich lieben, wie sie es so vollmundig auf der Duschschaumdose verspricht, würde sie mir auch Chocolate Brownie 24 Hour Deo und Eau de Ganache Pour Homme zur Verfügung stellen.

Schwer desillusioniert kehrte ich meiner Beauty-Queen den pralinierten Rücken und suchte nach einem dritten Weg, jenseits von Schmelzen und Schäumen.

Und wurde fündig.

Wer hätte gedacht, dass ab einem Verzehr von zweikommasieben Kilogramm Schokolade am Tag der Körper mit dem Schokoabbau auf natürlichem Wege nicht mehr nachkommt und den überschüssigen Kakao über die Haut abführt?

Das Leben kann so einfach sein!

P.S. Über die Fastenzeit reden wir lieber nicht…

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