Umpahpah in Hamburg oder Wer das Glück sucht

Vor einigen Wochen bereitete ich in meiner Küche das samstägliche Familienmittagessen zu, als im Hintergrund WDR2 dudelte. Dabei unterhielt sich die Moderatorin mit Stefan Dettl, dem Gründer der inzwischen zu einiger Berühmtheit gelangten bayrischen Band LaBrassBanda, die – für eine Rock/Popband etwas ungewöhnlich – den Gesang mit Blaskapellenmusik unterlegen. Klingt allerdings gar nicht so schlecht…

Hängen geblieben war mir der Beitrag wegen der folgenden Anekdote: Die Moderatorin fragte, ob es besonders schwer gewesen sei, außerhalb von Bayern an Auftritten zu kommen (tatsächlich hatte die Band anfänglich wohl sogar innerhalb des Freistaates damit etwas Schwierigkeiten). Der Studiogast konnte das ausdrücklich bestätigen und erzählte, wie er vor Jahren mit dem Besitzer eines Clubs in Hamburg telefoniert hatte. Dieser hatte keine große Lust auf bayrische Blasmusik, bot der Band aber an, sie könne gerne bei einem bald stattfindenden Kinderfest vor dem Club auftreten.

Und was machten unsere bayrischen Freunde? Statt beleidigt aufzulegen, sagten sie kurzerhand zu und machten sich auf den langen Weg in die Hansestadt. Und das Ergebnis war, dass sie mit ihrer eigenwilligen aber offensichtlich qualitativ hochwertigen Mucke so gut beim Publikum ankamen, dass sich bald mehr Leute vor dem Club als in dem Club befanden. Und schon war ein zukünftiger Auftritt im Club gesichert …

Was lernen wir daraus? Na, das ist wohl so offensichtlich, dass ich es gar nicht hinzuschreiben brauche – aber es hat irgendwas mit Sein-Glück-Selber-Machen zu tun, glaube ich 🙂 Oder dass es sich lohnt, Kinderfeste zu besuchen und beim Kochen Radio zu hören…

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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Eine Antwort zu Umpahpah in Hamburg oder Wer das Glück sucht

  1. Monika schreibt:

    Guten Morgen,

    ja die Vorurteile sind hartnäckig. Einerseits war hier das Vorurteil gegen bayrische Blasmusik vorhanden, andererseits aber auch das gegen kleine Feste. Aber wer nicht wagt, der gewinnt nicht. also haben die bayrischen Musiker alles richtig gemacht.

    Viele Grüße

    Monika

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