Yeti geschlumpft!

Wer schon mal versucht hat, einen Yeti-Schlumpf zu fangen, wird wissen, dass dies keine einfache Aufgabe ist. Wer es noch nicht versucht hat, kann es sich vielleicht wenigstens denken. Es gibt da allerdings einen hilfreichen Trick. Man benötigt dazu:

  • einen Eimer voll mit Wasser (Yetis, ob blau oder nicht, werden nicht gerne nass)
  • einen langen Ast (oder eine Stange oder einen Besen)
  • ein Zimmer mit Decke
  • einen Stuhl
  • einen Yeti-Schlumpf

Als erstes stelle man den Stuhl in das Zimmer. Nun steige man mitsamt dem Ast und dem Eimer voll Wasser auf den Stuhl. Mit der linken Hand halte man den Eimer an die Decke, während man mit der rechten den Ast von unten gegen den Eimer drücke, so dass der Eimer an der Decke festhält. Nun rufe man den Yeti-Schlumpf herbei. Ist keiner in der Nähe, so stelle man wieder alles an seinen Platz, hole sich was zu trinken und schaue sich einen der achtundzwanzig(!) japanischen Godzilla-Filme an. Der amerikanische Emmerich-Film „Godzilla“ zählt natürlich nicht dazu, schließlich wird die dort auftretende verstrahlte Echse unter Fans nur „Zilla“ („Godzilla without God„) oder „GINO“ (Godzilla In Name Only) genannt und außerdem in „Godzilla: Final Wars“ (2004) vom echten Godzilla platt gemacht.

Aber zurück zum Yeti-Schlumpf, den wir mal als anwesend voraussetzen.

Eine besondere Eigenschaft der Yeti-Schlümpfen, die wir hier mal voll ausschlachten wollen, ist ihre Hilfsbereitschaft. Ob diese mehr von der Yeti-Seite oder der Schlumpf-Seite der Familie kommt, ist noch nicht ganz geklärt. Auf jeden Fall von äußerste Schlumpfigkeit aber ist ihre Naivität – eine weitere Eigenschaft, die uns hier sehr gelegen kommt.

Ein Yeti-Schlumpf, in seiner eigenen Höhle mit einem Besen und einem Eimer Wasser gefangen genommen. Prominent im Vordergrund – aber eben nicht in greifbarer Nähe für den Yeti – zu erkennen ist der ebenfalls verwendete Stuhl.

Man bitte nun den Yeti-Schlumpf, den Ast „mal kurz“ festzuhalten und so den Eimer an der Decke fest zu klemmen, während man selber „eben mal kurz“vom Stuhl herabsteigt. Der Yeti-Schlumpf nimmt also den Ast, man selber steigt herunter, nimmt den Stuhl… und geht weg.

Nun steht der blaue Yeti blöd da. Geht er weg, so fällt ihm der Eimer Wasser auf den Kopf. Das will aber nicht, er nämlich Angst, sich zu erkälten. Folglich muss er bleiben und auf Rettung hoffen, bevor seine Arme schlapp machen.

Nun hat man alle Zeit der Welt, einen Käfig um den Yeti-Schlumpf herum zu errichten (oder ihm gleich eine Dosis Betäubungsmittel zu verpassen), und schon ist man der stolze Besitzer eines blauen haarigen Wesens mittlerer Größe.

So einfach ist das!

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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6 Antworten zu Yeti geschlumpft!

  1. Nesselsetzer schreibt:

    Entweder fällt das unter verfrühten Aprilscherz oder unter Kindesmisshandlungen. Wenn das ein Priester mit seinen Schützlingen …. oder unter Freiheitsberaubung mit Erkältungsbedrohung. Ich wusste schon immer, Mathematiker haben einen Hang zum ausgeprägten Sadismus – vor allem wegen der Schlumpfmütze, das muss ja eine Qual sein… in welchem Gulag wurde das aufgenommen?

    😉

    • Pfeffermatz schreibt:

      Im blausten Kreis der Hölle… Aber hier ein Geheimnis: das Foto ist ein wenig gestellt – im Eimer ist nur Luft (schließlich hätte ich das sonst aufwischen müssen und hätte außerdem gehörigen Ärger mit Mama Schlumpf gekriegt).

      • gnaddrig schreibt:

        Das sagt sich so mit dem leeren Eimer…
        Es wäre übrigens interessant, mal herauszufinden,ob man den Eimer einigermaßen kleckerfrei auffangen kann, wenn man den Besenstil einfach so wegzieht, dass der Eimer direkt fallen kann und nicht etwa einen Drall kriegt oder so.

      • gnaddrig schreibt:

        Jei, Besenstil. Da müsst Ihr gute Mine zum bösen Spil machen…

      • Nesselsetzer schreibt:

        Den Lufteimer hatte ich sowieso vermutet, aber angenommen, er wäre voll gewesen: wenn Yeti-Schlumpf schnell genug wegrennt, dann kann er sich wg. Trägheit schneller in Sicherheit bringen, als der Inhalt des Eimers ihn treffen könnte. Dann hätte Mama Schlumpf ordentlich geschlumpft äh geschimpft und Yeti-Schlumpf sich kringelig gelacht. Also nichts mit „Yeti geschlumpft“ und so…

  2. Pfeffermatz schreibt:

    Das ganze funktioniert ja auch mit homo sapiens, aber da muss mal schon mal vorsichtig sein. Ich kenne da einige, die würden den Eimer ohne weiteres fallen lassen, durchaus auch in den eigenen vier Wänden (und dabei trägheitsbedingt nichts abkriegen, Catio), und dem Urheber (mir zum Beispiel) sagen: „Naja, du weißt ja wo Eimer und Lappen sind“. Aber mit Frauen und Kindern klappt es ganz hervorragend 🙂

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