Menü-Renovierung aber keine Wahlempfehlung

So ein Blog entwickelt sich ja, wie jeder Betreiber eines solchen schon man festgestellt haben wird. Themen, denen anfänglich eine große Rolle zugedacht war, rücken in den Hintergrund und werden durch andere ersetzt; beim Schreiben entwickelt sich zunehmend ein eigener Stil heraus; die Interaktion mit anderen Bloggern beeinflusst schließlich auch die Inhalte.

So war ich mit meinen bisherigen Menü-Punkten „Eingefallen“ und „Aufgelesen“ überhaupt nicht mehr glücklich, denn diese Begriffe stehen nicht für den Inhalt, sondern für die Herkunft des Inhaltes. Die interessiert aber keine Sau den Lesern nicht besonders. Anderes gesagt: Ordne ich einem Blog-Artikel in aller Einfallslosigkeit seiner Entstehung zu, so verhalte ich mich faul, rückwärtsgerichtet und ziellos, nicht unähnlich der derzeit regierenden CDU. Wie die merkel’sche Politik ist dann auch mein Vorgehen von Hilflosigkeit und Ratlosigkeit geprägt. Einfach irgendwas dahinpappen, dem Leser wird es schon egal sein, Hauptsache der Blog lebt weiter.

Versuche ich aber, in SPD-artiger Weise mein Artikel in eine tragfähiges Gesamtbild einzupassen, so verlangt dieses verantwortungsvolle Vorgehen zwar eine intensive Beschäftigung meinerseits mit dem von mir Geschriebenen, aber am Ende wird daraus eine runde Sache, von der alle Bürger Leser profitieren, ohne dass in zwölf Jahren ein Nachfolger-Blogger meinen Mist mit einer Blog-Agenda 2025 ausbaden muss.

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Hmmmmmmm, beim Durchlesen des obigen Artikelanfangs kam mir der fast abwegige Gedanke, meine Vergleiche könnten von manch unüberlegtem Leser als Wahlempfehlung für die kommende Bundestagswahl ausgelegt werden. Das ist natürlich Mumpitz. Meine Leser wissen hoffentlich selber, dass sie auf gar keinen Fall weitere vier Jahre Untätigkeit dulden dürfen wen sie zu wählen haben. Nur bitte nicht die FDP. Was sind wir froh, wenn diese sich schon seit Jahrzehnten überlebte Partei endlich aus der Parteienlandschaft schwindet. Dabei habe ich sie sogar mal (lange lange her) gewählt. Die Grünen habe ich früher auch gewählt, quasi Jahrzehnte hindurch. Inzwischen dürfen die von mir aus aber auch gerne den Abflug machen, denn auch sie haben zur Politik scheinbar nichts aber auch gar nichts beizutragen.

Was bleibt uns? Die zwei großen Volksparteien CDU und SPD, die beide ihren (geringen) Anteil an fähigen Politiker aufzuweisen haben (der Unterschied ist eigentlich nur, dass bei der CDU die Fähigen allesamt weggemobbt werden); die Linken, die die Rolle der Grünen (also links von der SPD) einnehmen könnten, wenn sie ihren stalinistischen kommunistischen Ballast endlich überbord werfen würden; die Piraten – das war ja mal ein Lichtblick, der die Untiefen der politischen Willensbildung ausleuchtete und einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft der Demokratie gestattete, leider haben die sich vorerst selbst zerlegt; und dann natürlich die freie alternativ-feministische Partei bibeltreuer eurofeindlicher Autofahrer für ökologisch-leninistischen Nationalismus. Irgendwie fehlt da noch ein FDP-Ersatz, also ein potentieller Koalitionspartner für die CDU – vielleicht eine neue marktliberale aber nicht fähnleinnachdemwindige Kraft. Die würde ich zwar nicht wählen, aber der liberale Gedanke an sich ist legitim und benötigt in einer Demokratie durchaus seine Befürworter.

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Aber zurück zu meinem Menü: ach, klickt euch den selber durch, ich habe mir jetzt mein Geburtstagsbier verdient, solange mir die Grünen den noch nicht verboten haben….

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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