Pater Pepper predigt

Ein weiteres Jahr geht vorüber, und rückblickend muss man wohl anerkennen, dass es sich um eine der furchtbarsten Jahre der Weltgeschichte handelte: Skandale, Unruhen und Katastrophen, wo man auch hinschaute. Somit sollten war die diesjährigen Jahresendfestivitäten mit dem gebührenden Dank verbinden, dass wir trotz NSA, Putin und Tebartz-van Elst überhaupt noch da sind, um sie begehen zu können.

Dazu folgendes Gebet:

Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit; es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit; es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens; es war die Zeit des Lichtes, es war die Zeit der Finsternis; es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns; wir gingen alle direkt in den Himmel, wir gingen direkt in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, diese Zeit war der unsrigen so ähnlich, dass ihre geräuschvollsten Vertreter im Guten wie im Bösen nur den Superlativ auf sie angewendet wissen wollen.

(aus: Charles Dickens, Eine Geschichte von zwei Städten)

Ach, für den Tebartz-Van-Dingsbums habe ich was besseres gefunden:

Wenn Sie nicht wissen, dass ich alle gothischen Spitzbögen dieser Welt zu Staub zermalmen würde, um die Gesundheit einer einzigen menschlichen Seele zu retten, dann wissen Sie nicht so viel über meine Religion, wie Sie es zu tun glauben.

(aus: G.K. Chesterton, Father Browns Ungläubigkeit)

Mir scheint, Father Brown hatte andere Ansichten zur Architektur (und zu den Kernaufgaben eines katholischen Priesters) als der Limburger Bischof.

Dann erst mal Frohe Weihnachten und lasst Euch vom Roten Rauschebartmann nicht unterkriegen!

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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9 Antworten zu Pater Pepper predigt

  1. franhunne4u schreibt:

    und da sieht man mal wieder, richtig gute katholische Geistliche gibt es eben nur als fiktionale Charaktere

  2. Nesselsetzer schreibt:

    Danke, das wünsche ich Dir und Deiner Familie ebenso. Möge die zu dick geratene signalfarbene und schlafbemützte Schwimmtonne mit naturgesetzwidrigem Schlittenflieger gerade bei Dir unangenehm viel zu schleppen haben. Frohes Fest!

  3. tinyentropy schreibt:

    Ja, 2013 war ein Jahr mit Betonung auf der 13. Aber was soll’s. Es war auch eine schöne Zeit mit Dir, mein lieber Pfeffermatz!
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben ein frohes Fest und einen Guten Rutsch! Auf bald und alles Gute,
    Bastian

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