Shaking Sherlock

Ich habe die großartige Angewohnheit, spontan in brüllend lautem Gesang auszubrechen. Häufig kommt dabei mein Lieblingslautherausbluesstück Bring It On Home To Me heraus, dessen Text mit den Worten

If you ever change your mind
About leavin’, leavin’ me behind…

beginnt. Nun habe ich die letzten Jahre meines Lebens neben anderem auch mit der Erziehung eines Sohnes verbracht, weswegen ich letztens freudig überrascht war, ihn zur obigen Melodie völlig ungehemmt

Oh if you ever shake it to my home,
I can ceiling, ceiling Sherlock Holmes…

(sehr laut) singen zu hören. Das shake it hat er wahrscheinlich vom Lied Twist and Shout von den Beatles, die er mit großer Begeisterung hört. Der Ursprung seines Ceiling dagegen ist mir schleierhaft (gibt sein Grundschul-Englisch das her?)

MysteryCB

Und Sherlock Holmes – da habe ich, so schätze ich, meinen Anteil daran, schließlich habe ich sowohl alle Basil-Rathbone-Filme sowie alle bisherigen Folgen von „Sherlock“ und „Elementary“ gerne gesehen, letztens auch einen Christopher Lee und einen Rupert Everett „Holmes“. Die Jeremy-Brett-Serie steht noch aus, die hebe ich mir für schlechte Zeiten auf (die zwei Robert-Downey-Filme zum Thema „Holmes“ fand ich übrigens grottig). Glücklicherweise gibt es mehr Holmes-Verfilmungen, als ich jemals schauen könnte. Jedenfalls erwähne ich den alten Bienenzüchter zuhause wahrscheinlich öfters, als mir bewusst war…

Interessant also, was im Kopf eines Achtjährigen bei guter Erziehung alles ankommt 😉

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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3 Antworten zu Shaking Sherlock

  1. gnaddrig schreibt:

    Oh ja, Kinder sind so eine Art Black Box, die nehmen alles mögliche auf, verarbeiten es in unbestimmter Zeit irgendwie, und dann treten immer mal wieder die erstaunlichsten Ergebnisse zutage. Macht großen Spaß, sowas mitzuerleben 🙂

  2. Pfeffermatz schreibt:

    Und es macht unerwartete Freude, den eigenen Einfluss dort zu entdecken.

    • gnaddrig schreibt:

      Das ist wahr. Manchmal kriegt man das, was man ihnen erzählt oder beigebracht hat, verbatim wieder zurück. Das kann niedlich sein. Aber noch besser ist es, wenn sie es verarbeitet und weiterentwickelt haben und dann Eigenes daraus bauen.

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