Cover Music

Ich hatte zwischen den Jahren etwas Zeit, um ein wenig an einem aktuellen Projekt zu arbeiten, an dem ich über mehrere Wochen so herum gewerkelt hatte – und wurde gar fertig… Ich schätze, heute ist ein guter Tag, um das Ding mal auf die Welt loszulassen.

Es handelt sich um die Bewältigung meiner immensen wenn auch unverständlichen Abneigung gegenüber dem vermutlich großartigen Lied Music von John Miles, das ich aus unerfindlichen und unentschuldbaren Gründen nicht zu würdigen weiß.

Ich habe festgestellt, dass „Music“ mir in den Ohren zwar weh tut, doch dass auch dieses Machwerk mit viel Zeit und Herzblut, mit einer Prise Bryan Adams, einer Messerspitze Madonna, einem Spritzer Dire Straits und einem Schuss Bob Marley halbwegs genießbar… – ach Quatsch, auch nicht besser wird.

Was soll ich sagen: alle, die bisher meine Trauma-Aufarbeitung zu hören kriegten, haben sich beschämt weggedreht; außer meine Kinder, die allerdings 1. zum mitsingen gezwungen wurden und  2. sowieso über jeden Scheiß lachen können. Seid also wie die Kinder und genießt!

P.S. Als zufälligen Super-Bonus schlägt YouTube im Anschluss an mein Video (in der Regel) tatsächlich eine Cover-Version von Missing You von John Waite zusammen mit der wunderbaren Bluegrass-Sängerin Alison Krauss vor, das sogar noch besser als das Original ist. Hört es euch an – das ist wirklich tolle Musik und eigentlich die beste Therapie gegen schlechte „Music“!

 

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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14 Antworten zu Cover Music

  1. Anonymous schreibt:

    Manche würde sagen, absolut hitverdächtig. Vielleicht sollte man es einschicken, an Didi Bohlen – oder so. Nur an der Instrumentierung sollte noch ein bisschen gearbeitet werden….ansonsten: Applaus, Applaus, Applaus

    • Pfeffermatz schreibt:

      Danke, danke, danke 🙂
      Nicht nur an der Instrumentierung könnte noch mal Hand angelegt werden… irgendwie fehlten mir die Zeit und Lust, um zum xten Mal die eine oder andere Spur neu aufzunehmen oder nachzubearbeiten. Und meine Mittel begrenzten sich auf mein E-Piano und Audacity. Deswegen gibt es auch keine Percussion – vielleicht suche ich für ein eventuelles nächstes Werk mal in der Richtung mal was zusammen. Und auch das Video hat zwar riesig Spaß gemacht, aber irgendwann lies ich auch den einen oder anderen missglückten Übergang so stehen…
      Und trotzdem bin ich recht (selbst-)zufrieden mit dem Ergebnis meines „ersten Mals“… Didi wird bei YouTube sicherlich von alleine drauf stoßen 😉

  2. franhunne4u schreibt:

    Lass doch einfach stehen, dass es bei Geschmack kein Richtig und kein Falsch gibt. „Music“ ist nicht dein Geschmack. Das ist genauso ok, wie die Tatsache, dass es viele andere begeistert. Ist eben nicht Mathematik, wo es nur Richtig oder Falsch gibt, richtig?
    Als Teenager kam ich eher aus der „Beatles“- als aus der „Rolling Stones“-Fraktion. Deswegen haben die „Rocker“ keine schlechtere Musik gemacht – nur nicht meinem Geschmack zugearbeitet. So what?
    Eine gute Freundin von mir ist Opern-Fan – damit kann ich gar nix anfangen. Muss ich deswegen auf ihrem meiner Meinung nach pathetischen Geschmack herumreiten und Wagner noch mehr ins Lächerliche ziehen als das die Aufführungen am Grünen Hügel eh schon tun? 😉

    • Pfeffermatz schreibt:

      Alles korrekt, was du sagst: Trotzdem dient mir meine Abneigung gegenüber „Music“ als schier unerschöpfliche Quelle der Kreativität und somit des Glücks. Was wäre ich für ein Narr, diese Quelle zuzuschütten!
      Übrigens war (und bin) ich auch angehöriger der Beatles-Fraktion. Im Alter von 16 bis 19 habe ich alle Alben zig Mal rauf und runter gehört, diverse Sachbücher dazu gelesen und Dokus gesehen, das damalige Beatles-Museum in Köln besucht, etc. Ich wusste recht genau in welchem Song Ringo zum ersten Mal Klavier spielte, wo John eine Melodie von Paul ergänzte, an welchen Stellen George sich erfolgreich gegen den Rest durchgesetzt hatte. Ach, war das schön! Von den Stones hatte ich immerhin ein Greatest Hits Album (Doppel-LP) gewissenhaft durchgearbeitet, allerdings ohne Begleitlektüre – dazu war es mir nicht wichtig genug 🙂 Und inzwischen finde ich selbst Gefallen an Musik-Genren, die ich in meiner Jugend geradezu „verteufelte“. Ich vergrößere meine Glücks-Basis 🙂

      • franhunne4u schreibt:

        Ich habe die Beatles nicht ganz so wissenschaftlich durchgearbeitet – ich habe einfach die Musik und die Texte geliebt.

      • Pfeffermatz schreibt:

        Ach, der wissenschaftliche Zugang zu den Wundern dieser Welt liegt nun mal in meiner Natur 🙂
        Ich erinnere mich an ein schönes Zitat, das ungefähr besagte, dass das Wunder eines Sonnenunterganges über dem Meer von der Kenntnis über Lichtbrechung und Wellenfunktionen nicht etwa geschmälert, sondern gesteigert würde. Kurzum: Erkenntnis kann durchaus die Wertschätzung (oder Liebe zu) einer Sache vertiefen. Und wer das für unromantisch hält…
        Übrigens, zur Liebe habe ich letztens ein schönes Zitat (vom britischen Schriftsteller Mike Gayle) gelesen:

        ‚Well, its like this,‘ replied Jo. ‚If Eskimos can come up with fifty words for snow because it’s a matter of life or death, why is it that we’ve only got one word for „love“?

        Da ging es allerdings nicht um Musik 😉
        Ich wünsche Dir einen im wahrsten Sinne des Wortes wundervollen Tag!

  3. gnaddrig schreibt:

    I shot the sheriff – genial mit dem Gesicht 🙂

    • Pfeffermatz schreibt:

      Während manche der anderen Bilder eher Zufallsfunde waren (z.B. Darth Vader mit Frau), hatte ich die Szene mit Clint Eastwood ganz deutlich im Kopf und war froh, auch genau den Ausschnitt bei YouTube zu finden!

      • gnaddrig schreibt:

        Sehr gelungen!

        Waite und Krauss sind nicht schlecht, aber nicht wirklich mein Fall. Der Bass ist gut, aber zu, hm, unsichtbar. Der dürfte ruhig etwas deutlicher rauskommen. Und ich warte das ganze Stück darauf, dass endlich eine rotzig-grittige E-Gitarre richtig durchzieht: Lange Powerchords mit endlich wachwerdendenm Schlagzeug und dann ein Solo, dass die Röhren glühen.

        Ok, ich bin eher Stones-Ecke, obwohl ich die Herrschaften nicht so besonders mag. Mit den Beatles konnte ich jedenfalls nie besonders viel anfangen, obwohl die manches Hörbare gebaut haben. Und die Stones-Beatles-Dichotomie ist sowieso viel zu simplistisch, die Welt ist nicht schwarzweiß 😉

      • Pfeffermatz schreibt:

        Wahrscheinlich wird die Kombi „Krauss mit Powerchords“ schwer anzutreffen sein…
        Dein Aussage zu den Stones („…obwohl die Herrschaften nicht besonders mag“) erinnert mich daran, dass ich mal was zu Lynyrd Skynyrds „Sweet Home Alabama“ schrieben wollte, weil: geiler Südstaaten-Rock, aber… sagen wir mal vosichtig: Rassismus-verteidigend.

    • gnaddrig schreibt:

      Hast recht, Krauss und Powerchords ist unwahrscheinlich…

      Sweet Home Alabama? Da habe ich mal was sehr Interessantes zu gelesen: Lynyrd Skynyrd and Neil Young. Das ist allerdings sehr lang, da lohnt es sich, mit Neil Young and Lynyrd Skynyrd: Friends or Foes? anzufangen.

      • gnaddrig schreibt:

        Ups, da hat’s den Link zersägt. Aber mit dem Mouse-over-Text kann man das auch googlen 🙂

      • Pfeffermatz schreibt:

        Danke! Ich dachte tatsächlich an genau diesen Sachverhalt, dass Lynyrd Skynyrd in „Sweet Home Alabama“ angeblich Neil Young dafür angeht, dass er den Rassismus anprangert – habe aber dank deines Links gelernt, dass dieses schon quasi ein „urban legend“ ist. Tatsächlich soll das von Skynrd eher ironisch gemeint worden sein und alle haben sich lieb und tragen gegenseitig ihre T-Shirts! Nochmals danke, denn nun kann ich Lynyrd Skynyrd wieder ohne schlechtes Gewissen hören 🙂

      • gnaddrig schreibt:

        Freut mich. Wäre schade gewesen um eine Band, die ja doch das eine oder andere sehr hörbare Stück Musik auf die Bühne gebracht hat 🙂

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