Phonetische Rollstudie

Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung [1] hat ergeben, dass Lebensmittel mit dem Buchstaben „O“ im Namen besser rollen als solche ohne. Das ist natürlich jedem klar, der mal Obst und Gemüse einen Hang hat herunter kullern lassen.

So rollen Orangen ganz wunderbar, Mangos wegen dem unbetonten Schluss-O etwas schlechter, aber immerhin. Bananen dagegen könnte man total knicken, wenn sie’s nicht schon wären. Und Kiwis sind vermutlich einfach zu behaart, um wirklich gut zu rollen, sonst hießen sie ja Kowos.

Bei den Gemüsen sind Tomaten recht rollig, Gurken nur drollig. Brokkoli rollt recht gut, wenn man es tieffriert und in Kugelform schnitzt; bei Spargel hilft nicht mal das. Und Rotkohlköpfe sind natürlich die Könige des Runterrollens.

So, das war’s für heute aus der Welt der Wissenschaft: die Erde kann nun aufhören den Atem anzuhalten und sich weiter um die Sonne trollen. Und bevor einer fragt: Äpfel und Radieschen wurden im Rahmen dieser Studie nicht untersucht.

Quellen:
[1] Pfeffermatz: Gedanken unter der Dusche, 2014

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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3 Antworten zu Phonetische Rollstudie

  1. gnaddrig schreibt:

    Wenn ich mein linguistisches Scherflein beitragen darf: Apfel heißt auf Russisch яблоко [jábloko], das sind zwei unbetonte, im Standardrussischen sukzessive zu Schwa abgelautete o, also sehr rollfreudig, Bei der in Sibirien üblichen Aussprache werden beide o auch wie o ausgesprochen, dort sind Äpfel also noch rollfreudiger.

    Auf Alemannisch heißt Apfel übrigens Öpfel, das ist also längst nicht so rollfeindlich wie das Hochdeutsche.

    • Pfeffermatz schreibt:

      Und auf französisch heißen sie Pommes, ausgesprochen „Pomm“ – auch rollfreudig. Ansonsten finde ich es sehr bewundernswert, dass die Sibirier sprachliche Haltung zeigen und nicht dauernd irgendwelche Obstvokale zu Schwas ablauten!

      • gnaddrig schreibt:

        Absolut, die wissen eben noch, was sich gehört, da am Ende der Welt. Vielleicht gibt es da auch einfach nicht so viele Hänge, wo einem die Äpfel dann wegkullern und sie müssen sich nicht durch die Aussprache davor schützen. Anders als in Moskau, das ja wie Rom auf sieben Hügeln erbaut ist.

        Wie ist das eigentlich mit New York? Als big apple mit o drin müsste das doch auch eher kullergefährdet sein…

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