Die letzte Stelle von Pi

Seit Jahrhunderten stellen Philosaphiker und Mathemetoken die ungeheure Frage nach der letzten Stelle von π, also von Pi. Diese Frage nach der letzten Stelle von Pi lautet im Wortlaut:

Was ist die letzte Stelle von π, also von Pi?

Dazu gibt es mehrere Antworten. Streng gläubige Mathelogen meinen, Pi habe als irrationale Zahl keine letzte Stelle. Und als tranzsendente Zahl gar noch weniger so. Und als voraussichtlich normale Zahl noch mehr weniger. Deren insπrationslose Antwort lautet also in aller Kürze:

Nein.

Diese Antwort kann natürlich kaum dazu dienen, die Grenzen des Wissen weiter ins eingangs erwähnte Irrationale zu verschieben, weshalb die philometrische Gemeinschaft keinen noch so widersprüchlichen Versuch unversucht versucht hat, etwas Nebel ins grelle Licht der Logik zu bringen. Mir folgenden mathesophischen Antworten kann sie nun aufwarten:

  1. Die Antwort hängt von der Basis des zugrunde liegenden Zahlensystems ab. Die korrekteste Basis der Kreiszahl Pi ist Pi selber. In dieser Basis ist π = 1,000000…, somit lautet die Antwort:

    0.

    Dazu sage ich: laaaaangweilig.

  2. Musimathiker haben herausgefunden, dass die ersten so-und-soviele Stellen von Pi, erst in ein Zwölfersystem und dann in Noten gebracht (man ordnet der 0 einen beliebigen Ton zu, die 1 liegt einen Halbton darüber, die 2 einen weiteren Halbton, usw.) bei ausreichender harmonischer und rhythmischer Bearbeitung eine recht vernünftig klingende Melodie ergeben, welche als Grundton den Ton hat, den man der Zahl 4 zugeordnet hat. Da eine Melodie in der Regel auf dem Grundton endet, können wir davon ausgehen, dass die letzte Zahl von Pi die des Grundtons ist, also:

    4.

  3. Schöne Beweise sind wie Poesie. Sagt man so. Letztens wurde folgendes lyrologisches, geradezu eschatologisches, Gedicht ausgegraben:

    There’s a secret to existence in the heart of all good men, it says the way things begin is the way they will end.

    Auf deutsch heißt das: die letzt Zahl von Pi lautet:

    3.

  4. Gedichte sind keine Beweise, aber seeing-ist-believing. Aus diesem Grund habe ich alter Emπrologe einfach mal die letzte Stelle von Pi ausgeschnitten und präsentiere sie euch hier zum Anfassen:

    7.

  5. Mist. Da ich sie ausgeschnitten habe, ist sie jetzt ja nicht mehr die letzte Stelle. Ich hätte sie lieber koπeren sollen. Dann rate ich einfach mal („Piraten“, heißt das) und komme auf:

    6.

So, jetzt könnt ihr euch eine der obige Ziffern aussuchen, oder auch eine, die nicht dort steht. Die 9, zum Beisπel. Und diese könnte die letzte Ziffer von π sein, falls es überhaupt eine gibt. Denn so ist es mit den letzten Dingen, wie zum Beispiel mit diesem Punkt:.

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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10 Antworten zu Die letzte Stelle von Pi

  1. Der Emil schreibt:

    Die letzte Stelle von π ist 12*e/7 mod13 — wirklich.

  2. tinyentropy schreibt:

    Es ist doch aber tröstlich, dass wir die letzte Ziffer bis auf eine von 9 eingrenzen können.
    Und welche Deiner Antworten würdest Du nun bei Jörg π-lawa einloggen lassen?

  3. gnaddrig schreibt:

    Klasse Text, da steckt viel gedankliche µhe drin 🙂
    Ich stimme für 4 als letzte Stelle – der 2. Beweis gefällt mir jedenfalls am Besten!

  4. Pingback: Bildschirmschoner für Mathematiker | gnaddrig ad libitum

  5. petrus2105 schreibt:

    Hat dies auf Petrus2105's Blog rebloggt und kommentierte:
    Hehehe, gefällt mir!

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