King Kong gegen den Rest der Welt.

Vor nicht so langer Zeit hatte ich Geburtstag und wurde somit technisch älter. Emotional habe ich allerdings keine großen Fortschritte feststellen können. Zum Glück, sonst hätte ich nicht so viele Freude an meinen Geschenken gehabt!

Ab einem gewissen Alter und Sättigungsgrad fällt es ja relativ schwer, passende Antworten auf die Frage „Was wünscht du dir?“ zu finden. Üblicherweise schiebt man irgendeine notwendige Anschaffung (Blu-ray von „Godzilla“, Batman-Schlüsselanhänger, neues Smartfon) auf und lässt sich das dann schenken. So kriegt man immerhin etwas, was man auch gebrauchen kann, wenn auch mit dem freudetrübenden Wissen, dass man sich dies wohl eh gekauft hätte (wobei ich bisher weder die besagte Blu-ray noch das neue Smartfon besitze. Genaugenommen nenne ich bisher keine einzige Blu-ray und noch gar kein Smartfon mein eigenes. Ich bin ein Very-Late-Adapter).

Und deswegen piesacke ich meine Familie gerne mit Wünschen, die ich mir nicht ohne weiteres selber erfüllen kann. Dieses Jahr war mein sehnlichster Wunsch:

Ein King-King-Filmplakat mit Raumschiffen drauf.

Und ich wurde erhört 🙂 Dabei haben sich meine Frau und Kinder selber übertroffen; das Meisterwerk hängt nun eingerahmt im Flur auf der ersten Etage.

KingKongVsPopCulture

(klick on the bild for a Vergrößerung!)

Wie man sieht, blieb es nicht bei den Raumschiffen (aus Star Wars). Einige Superhelden und Filmfiguren haben sich auch eingefunden, darunter zwei mal mein verkleideter Sohnemann. Ein besonders schöner Touch ist der Godzilla-Strahl aus Kongs Mund.

Nun kommt der Clou: oben sprach ich von Wünschen, die ich mir nicht ohne weiteres selber erfüllen kann. Aber mit etwas Aufwand eben schon. Da ich nicht wirklich daran glaubte, dass meine Familie sich so verausgaben würde – und ich ein solches Plakat wirklich dringend wollte – hatte ich mich in der Zwischenzeit selber dran gemacht. Hier das Ergebnis:

kingklingonkongmovie

(click auf the picture zoom Zumen)

Ist es nicht schön, wenn zwei Parteien an der gleichen Aufgabenstellung arbeiten? Während meine Angehörigen die poppige farbige Variante gewählt haben, entschied ich mich für das Schwarz-Weiß-Foto. Und so ist auch die Bearbeitung unterschiedlich ausgefallen: Bei meiner s/w-Version habe ich mittels Fotobearbeitungssoftware (GIMP) andere Fotos hineinkopiert, nachdem ich diese mit entsprechenden Filtern grobkörnig und unscharf gemacht habe, damit sie möglichst unauffällig ins krümelige Foto von 1933 passen. Da es sich aber beim farbigen Filmplakat um eine Zeichnung mit stark umrandeten, sich deutlich abhebenden Figuren handelt, konnte meine Familie dort ganz traditionell mit Schere und Kleber arbeiten (was – im Gegensatz zu meinen einsamen Bildbearbeitungs-Abenden – auch viel eher als Familien-Beschäftigung taugt). Somit konnten sie bei der Wahl der Motive auch aus dem vollen Schöpfen, während ich dabei sehr ausgewählt vorgehen musste (per Software herumzuschnibbeln ist ja sehr mühsam). Dafür war es für mich einfacher, aufregende Schriftzüge einzubauen.

Und doch gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen den Bildern: Neben diverser Raumschiffe kommen auch Superhelden (bei meiner Familie ganz viel; bei mir ist immerhin ein kleiner Superman in Kongs Hand zu sehen) und sonstige abstruse Figuren (Minions vs. Snoopy) vor. Und ich glaube, wir hatten alle unser Spaß (und ich habe endlich GIMP gelernt) 🙂

Aber ansonsten sind wir ganz normal. Wirklich.

P.S. Dass ich nicht auf die Idee mit dem Godzilla-Feuerstrahl gekommen bin, ärgert mich schon…

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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7 Antworten zu King Kong gegen den Rest der Welt.

  1. gnaddrig schreibt:

    Klasse Geschichte! Und beide Plakate sind toll geworden. Genau die richtige Art verschroben 🙂 Der Hinweis, ansonsten wärt Ihr ganz normal, ist nicht nötig. Solche Poster zu basteln ist meiner Meinung nach (ich bin eigentlich auch ganz normal) eher ein Zeichen geistiger Gesundheit! Ein gewisses Mindestmaß an Verspieltheit braucht man einfach für das seelische Gleichgewicht, finde ich!

  2. franhunne4u schreibt:

    Wieso soll man nicht normal sein, wenn man kreativ ist??

  3. nunuloves schreibt:

    Ihr vielen Normalos!
    die Plakate sind beide der Hit!
    Liebe Grüße
    Nunu (auch normal…glaubt sie…)

    • Pfeffermatz schreibt:

      Es freut mich, dass dir die Plakate gefallen! Ich habe einfach zusammengefügt, was zusammengehört… meiner Meinung nach, jedenfalls – nämlich King Kong und Raumschiffe 🙂

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