Ein Schwammiges Vergnügen in mehreren Dimensionen

Vor wenigen Tagen hatte ich das große Vergnügen, nach ewigen Zeiten mal wieder ins Kino gehen zu können. Dabei stand der aktuelle SpongeBob-Film auf dem Programm (ja, ich hätte auch lieber 50 Shades of Shit oder Killer Granaten Reloaded gesehen, aber was soll’s, ich habe Kinder). Als SpongeBob-Fan der ersten Stunde (und das stimmt sogar!) konnte ich den Film unter Zuhilfenahme einer längeren Pinkelpause und zehn Minuten gedankliche Auszeit, um innerlich fix was zu dichten, ganz gut durchstehen, auch wenn der Film lange nicht das hielt, was der Trailer versprach (also ja, es gab sprechende Meerestiere und Antonio Banderas als Pirat, aber viel zu wenig 3D-Animationen).

Der Familienvater in der Reihe hinter mir dagegen schleppte neben Frau und Kinder auch gleich mehrere Flaschen Bier mit (Sonntags um 13 Uhr!). Whatever it takes 😉 In wenigen Jahren bin ich ja auch wieder so weit, mit meinem Jüngsten irgendwelche Filme schauen zu müssen, die in quälend langsamer Manier eine möglichst spannungsfreie Minimalhandlung auf die zuckrig beklebte Leinwand bringen. Wie damals Der Mondbär, der wirklich sehr liebevoll gemacht (im Gegensatz z.B. zu Lilifee) und Kleinstkinder-geeignet war (im Gegensatz zu allen Filmen mit FSK 6, welche sehr junge Kinder in der Tat vollkommen überfordern. Warum tun Eltern ihren Kindern das an, dass sie im Kinosaal Panikattacken kriegen?), aber trotzdem für mich als Erwachsener ein echtes Opfer darstellte.

Nicht so SpongeBob. Ich sage nur: Thaddäussaurus Rex! Fotoautomatenzeitmaschine mit Wurstantrieb! Weltalldelfine mit Toilettenpapier am Hintern! Und selbst wenn Bikini Bottom in Unterwasserflammen steht und alle Bewohner Sadomaso-Klammoten tragen – der Weltuntergang ist erst dann offiziell, wenn SpongeBob im Beserkermodus Bio- und Plastikmüll durcheinandermischt… So was Subsersives gefällt mir doch immer 😉

Genug geschwärmt. Eigentlich war der Film eine Enttäuschung, schon vergessen?

Ach ja, das Gedicht:

„Es schwamm ein Schwamm“ – das ist nicht wahr,
Denn Schwämme schwimmen nicht.
Sie tun nichts! Sind einfach da
Und schmecken fürchterlich.

Ich sag nicht „Schwamm“ und auch nicht „Hing“,
Sag weder „Kroch“ noch „Lag“.
Ich nenn‘ sie „Onderwater-Koning
Van de Furchtgeschmaak“.

Kein Meisterwerk, aber besser als sich in der Kindermatinee die Kante zu geben ist es allemal!

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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Eine Antwort zu Ein Schwammiges Vergnügen in mehreren Dimensionen

  1. franhunne4u schreibt:

    Das riecht nach Popcorn, gesalzen mit Tränen der Verzweiflung.

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