Meine Anhänger: christlich, präsidential, elementar

Zu meiner Erstkommunion erhielt ich eine Halskette mit einem Anhänger in Form eines Kreuzes; ich glaube der Heilige Christopherus war (unter anderem?) darauf abgebildet. Ungefähr so sah der Anhänger aus, vielleicht sogar genauso:

cross

Ich trug das Kreuz um den Hals (mit wechselnden Ketten, denn die hielten bei einem tobenden Jungen wir mir nie all zu lang), bis ich ihn circa zur Zivizeit verlor und durch einen neuen Anhänger ersetzt kriegte, womit unbeabsichtigt mein Übergang vom christlichen Glauben hin zur Anbetung des Mammons vorweggenommen wurde:

$_57

Auch dieser Anhänger begleitete mich lange Jahre, bis ich auch ihn irgendwie verlor. Nun trage ich seit vielleicht zehn Jahren eine einfache Kette um den Hals (die nicht mehr kaputt geht), ohne dass ein Anhänger daran baumelt. Ehrlich gesagt vergesse ich manchmal monatelang, dass ich überhaupt eine Kette trage, bis sie sich mal wieder beim Abtrocknen in mein Handtuch verfängt.

Und seit Jahren habe ich vor, mal wieder einen Anhänger zu kaufen, aber irgendwie passierte es nie…

Nun hat mich letzte Woche irgendwas geritten, und ich begab mich im Netz auf die Suche nach einem neuen „Cut-Out“ Dime (amerikanische 10 Cent-Münze, wie oben). Dabei stieß ich auf allerhand Leute, die für ihr Leben gern Münzen ausfräsen und diese um die Welt schicken. Meistens sitzen diese Leute in Südamerika oder Moskau.

Dabei entdeckte ich allerhand andere tolle Anhänger, so wie die mir bis dato unbekannte Verkaufs-Plattform „Etsy„, auf der nur handgemachte Produkte verkauft werden.

Und nun warte ich tatsächlich auf diesen Anhänger:

shcom

… und zwar von irgend einem Kerl aus Moskau 🙂 Ich bin mal gespannt und mache Meldung, wenn (und falls) er ankommt!

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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5 Antworten zu Meine Anhänger: christlich, präsidential, elementar

  1. franhunne4u schreibt:

    Oooh, die Abenteuer, im Internet international zu bestellen!

    • Pfeffermatz schreibt:

      Ich fühlte mich auch ziemlich wagemutig dabei, ein bisschen wie Käptn Kirk!

      • franhunne4u schreibt:

        Ging mir so mit einer Bestellung auf einer portugiesischen Website – die es auch nur auf portugiesisch gab. Ich spreche nicht mal spanisch, habe ein wenig Latein gehabt – und natürlich habe ich dict.cc in meinen Favoriten und ich weiß es zu benutzen.

  2. gnaddrig schreibt:

    Also, es wundert mich überhaupt nicht, dass in Russland haufenweise Leute sitzen, die abgefahrenes Kunsthandwerk anbieten. Hoffentlich kommt das Ding gut an 🙂

    • Pfeffermatz schreibt:

      Das hoffe ich auch! Aber das eingesetzte Risikokapital hält sich sehr in Grenzen. Wenn das Ding nicht ankommt, ist die Enttäuschung deutlich schwerwiegender als der finanzielle Verlust.

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