A lesson in relativity

Ich freute mich wirklich, als mir heute meine Physiotherapeuten nach zehn-minutiger Arbeit am Mini-Trampolin versicherte, dass sie anhand der Übung nicht mehr erkennen könne, an welchem meiner Knie die Meniskus-OP gewesen war… 🙂

… um dann nachzuschieben, dass beide Knie gleichermaßen wacklig und instabil seien. Ich solle mir auch so ein Mini-Trampolin zulegen. 😦

Nach etwas erholsamen Joggen auf der tiefen Matte wurde ich mit furchtbar schweißtreibendem Springseil-Hüpfen gequält und dann schließlich mit den Worten

„Ziehen Sie sich wieder um – Sie sind bereit für die Außenwelt!“

entlassen. Worauf ich

Aber das hier ist die Außenwelt!

erwiderte, um mich dann in mein sportbefreites gut gesichertes äußerst erholsames Büro-Leben zurückzuziehen.

Was mich an den Mathematiker-Witz erinnert:

Wie fängt ein Mathematiker einen Löwen? Er umwickelt sich mit einem Zaun und sagt: „Ich bin draußen!“

Alles relativ.

P.S. Für nicht Logiker hier die Aufklärung des Witzes. Es geht nicht darum, dass der Mathematiker sinnfrei definieren kann was er will, sondern: Die Welt ist eine Kugel, was bedeutet, dass auch das „Außen“ eines umzäunten Gebiets stets eine begrenzte Fläche darstellt, deren Rand der Zaun ist. Genauso wie das „Innen“. Anders gesagt: wenn die Erde einen Umfang von 40.000 km hat, dann ist ein Zaun, der ein kreisförmiges Gebiet von einem Meter Durchmesser umschließt, nicht unterscheidbar von einem Zaun, der ein kreisförmiges Gebiet von 39.999.999 Meter Durchmesser umschließt.

Dass wir die kleinere Fläche „Innen“ nennen, ist zwar äußerst pragmatisch, aber aus topologischer Sicht ganz beliebig. Außer der Zaun hat eine Tür, die nur von einer Seite bedienbar ist. Dann definiert die Türbedienseite natürlich das Außen. Ein Schild tut’s übrigens auch. Oder ein Mathematiker, der die Schilddefinitionsaufgabe übernimmt und den armen Löwen dazu verdammt, in einem 510 Millionen Quadratmeter großen Käfig zu sein Dasein zu fristen.

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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