Bockwurstwasserblues

Heute habe ich irgendwas mir Nudeln und Eiern und Zucchini und Bockwurst gemacht. Dabei stolperte ich beim Abgießen des Wassers aus dem Bockwurstglas mal wieder über die uralte Menschheitsfrage:

Wieso mögen wir Bockwurst und Wasser, aber nicht das Bockwurstwasser?

Wenigstens kenne ich niemanden, der das Zeugs mag. Nicht, dass ich jemals danach gefragt hätte…, aber ich behaupte mal, dass eine solche Abartigkeit bei einem mir nahe stehenden Mitmenschen nicht unentdeckt bleiben würde. Oder mag sich an dieser Stelle einer meiner Leser als Wurstwassertrinker outen?

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Ein laukühles Glas Bockwurstwasser

Was also hat die Evolution damit bezweckt, uns Menschen mit einem Ekel vor Wurstwasser auszustatten? Wasser ist lebensnotwendig, und kaltes Schwein grundsätzlich sehr lecker. Wo ist da das Problem? Die Verbindung von Fleisch und flüssig kann es nicht sein, schließlich essen wir Eintopf und trinken Rinderbrühe. Rätsel über Rätsel.
Im diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass das Kochwasser beim Reiskochen sehr gesund sein soll. Habe ich mal probiert, und es ist okay. Ob es gesund war, kann ich allerdings nicht beurteilen. Aber ekelhaft war es auf keinen Fall; gewöhnungs-, aber nicht überwindungsbedürftig.
Vielleicht könnte man das Wurstwasser trinken, wenn man es aufwärmen (am besten abkochen) würde. Probiere ich mal… nicht.

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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11 Antworten zu Bockwurstwasserblues

  1. dasmanuel schreibt:

    Irgendwas mit Eiern, Zucchini und Bockwurst… tihihi.

    Schöner Blog afais, ich werde rückfolgen (auf diesem Weg vielen Dank fürs Folgen!).

    Ich stelle mir auch jeden Tag Fragen dieser Art. Sie sind – quasi – die Würze des Lebens, finde ich.

    Liebe Grüße

    PS: Die Weisswurst-Esser sind schlaue Menschen. Sie verwenden statt Wurstwasser direkt Brühe; dann klappt’s auch mit der Verwertung.

  2. Nesselsetzer schreibt:

    Dass niemand so richtig gerne diese Art von Wurstwasser mag, ist eigentlich kein Wunder. Es ist nicht sonderlich geschmacksintensiv (wie etwa Rinderbrühe) und eignet sich deshalb eher zum Wegschütten. Anders wäre es sicherlich, wenn in dieser Brühe Unmengen von Bockwürsten gebrüht worden wären. Dann noch einen Brühwürfel hinein und fertig ist die schmackhafte Wurstwassersuppe 😉

    Allerdings gibt es längst äußerst schmackhaftes Wurstwasser, nämlich die typische Kesselsuppe. Die ensteht bei der Schlachtung von Schweinen, wenn die (gereinigten) Därme mit Wurstmasse befüllt und das Ergebnis gegart wird. Dabei handelt es zumeist um grobe Wurstsorten wie Roter oder Weisser Presssack (ähnlich der bekannten Blutwurst, beim weissen Presssack ohne das schwarzfärbende Schweineblut) sowie andere zumeist „grobschlächtige“ Köstlichkeiten.

    Benutzt wurden dazu früher vorwiegend die großen Wasserkessel, in denen die Bäuerinnen das Jahr über ansonsten die schmutzige Kochwäsche der Familie gewaschen haben. Zwar achtet man beim Garen der Würste in diesem geschmacklich vorbehandelten Kessel stets darauf, dass keine der Würste platzt, doch heutzutage wird bei Privatschlachtungen dies bewusst provoziert, damit „auch was in der Suppe drin ist“.

    Solche Suppen können ob der großen Litermenge, die bei einem Schlachtvorgang entstehen, portionsweise eingefroren werden und das Jahr über nicht nur als Kesselsuppe verwendet, sondern mit den entsprechenden Zutaten in nahezu jede wohlschmeckende Suppe verwandelt werden. Letztendlich kann man sie auch als Fond für Soßen benutzen.

    Habe ich schon erwähnt, dass ich ein Fan solcher Kesselsuppen bin und jedes Jahr 20 Liter zum Einfrieren bekomme? 😉

    • Pfeffermatz schreibt:

      Erst mal: schön, mal wieder von dir zu hören! Und nun zum Thema: ich hatte bisher noch nie von Kesselsuppe gehört – sehr interessant! Also lasse ich zukünftig die Bockwürste auch mal aufplatzen. Ich dachte aber auch an das Wasser, dass sich im Glas befindet, wenn man eben Würste im Glas kauft.

      • Nesselsetzer schreibt:

        Männerkochrunde:

        Das Wasser im Bockwurstglas habe ich immer in das Bockwursterhitzungsbad geschüttet. Zwar wird das eher eine homöopathische geschmackliche Wirkung auf die Bockwürste haben, aber immerhin wurde das Wurstwasser nicht nutzlos weggeschüttet.

        Geplatzte Bockwürste jedoch verbessern nicht den Geschmack des Wasser, eher macht es die Bockwurst wässrig. Nur in der Kesselsuppe machen geplatzte Würste Sinn, da diese sich noch im halbrohen Zustand befinden. Da kann noch etwas oder reichlich Inhalt auslaufen und das Wurstwasser zur Suppe aufpeppen.

        „Kesselsuppe“ ist zu meinem Erstaunen in Wiki nicht zu finden, obwohl es gerade in Bayern ein völlig gängiger Begriff ist. Es gibt aber einen ähnlichen Artikel, der das gleiche beschreibt:
        https://de.wikipedia.org/wiki/Wurstbr%C3%BChe

      • Pfeffermatz schreibt:

        Danke für den Link! Und im Abschnitt “Verbreitung“ steht tatsächlich der Begriff “Kesselsuppe.“

  3. Anna-Lena schreibt:

    Da Bockwurst nicht so mein Fall ist, käme mir nicht in den Sinn zu überlegen, ob ich Bockwurstwasser mag. Aber die Frage finde ich klasse 🙂 .

    Liebe Grüße
    Anna-Lena

  4. franhunne4u schreibt:


    Udo hat ein echtes Problem – sein Wurstwasser ist alle! Und zu kaufen gibt’s das auch nicht!

  5. Charis schreibt:

    Manchmal gibt es ein ähnliches Problem mit Rote-Beete-SaftWasser 🙂
    Das entsprechende Foto kann sich ja die Bloggerwelt vorstellen … :mrgreen:

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