Dachfernschaden

Das Mäuse- und Rattenproblem auf unserem Spitzboden hat uns – neben der Frage des Dämmwerts – motiviert, das Dach neu decken und dämmen zu lassen. Das Gerüst steht schon seit anderthalb Wochen, und die Dachdecker wollten letzten Montag auch anfangen, doch leider begann just da der meteorologische Winter in Deutschland. Nachdem sich in der zweiten Wochenhälfte das Unwetter gelegt hatte, kam ich Donnerstag von der Arbeit nach Hause und entdeckte zu meiner Freude einen Dachdeckeraufzug an dem Gerüst.

„Wir haben keinen Fernsehempfang mehr“, begrüßte mich meine Frau. Na, dann werden die Dachdecker was kaputt gemacht haben, dachte ich mir, also schaue ich doch mal bei dem Mäusen auf dem Spitzboden vorbei was das LNB so macht, wohl wissend, dass ich davon nicht die geringste Ahnung habe. Vielleicht hängen ja Kabel lose rum oder so.

Ich öffnete die Dachluke und wurde von einem Regenschauer aus Feinstaub, Holzteilen und Mäusekot begrüßt: offenbar waren die Dachdecker schon auf dem Spitzboden zu Gange gewesen… Dies wurde durch einen Anruf beim Dachdecker bestätigt, der uns auf den von ihm hinterlegten Zettel mit der Nachricht Dachluke nicht öffnen!!! aufmerksam machte. Hatten wir übersehen.

Da SAT-Elektronik habe ich jedenfalls nicht mehr zu Gesicht bekommen, da ich den Rest des Abends mit Staubsaugen beschäftigt war. Am nächsten Abend war der Spitzboden wie neu: neue Platten, neue Dämmung, und alles sauber. Nur der Fernseher ging immer noch nicht. Ich habe mal oben nachgeschaut, und… aha… also… keine Ahnung. Da hängen halt Kabel und so ein Gedöns.

Vermutlich sind die Dachdecker an die SAT-Schüssel gekommen und haben sie verschoben, auch wenn sie es abstreiten. Aber was soll ich jetzt Geld für einen Satelliten-Schüssel-Elektriker-Ausrichter-Menschen ausgeben, denn in ein bis zwei Wochen nehmen die Dachdecker die Schüssel eh ganz ab, wenn sie mit ihrer Ab- und Aufdeckerei zu der Stelle kommen, wo die Schüssel halt.. äh.. rumschüsselt. Steht. Schief steht.

Also sind wir ein paar Wochen ohne TV. Hölle. Und Netflix habe ich eh nicht. So sieht nun der heutige Samstagabend bei uns aus: Meine Kinder (die großen) spielen Wii, meine Frau bastelt und näht und räumt im Keller, und ich blogge. Das hier ist schon Artikel Nummer zwei heute Abend, so dass ich die Veröffentlichung ein wenig verschieben werde. Gleich spielen wir Phase 10, bis auch das letzte Familienmitglied eingeschlafen ist.

******

Nachtrag: nun ist es Dienstag und das Dach zur Hälfte abgedeckt. Am Sonntag habe ich von einem Freund eine DVB-T-Antenne ausgeliehen, um wenigstens die Öffentlich-Rechtlichen zu empfangen, mehr kriegt man hier im deutschen Randgebiet über “Funk“ nicht. Was für eine Überraschung, als plötzlich Pro Sieben erschien. Und Tele 5. Und und und…

Sollte es in der Nachbarschaft eine geheime Sendeanlage geben? Nee, ich hatte einfach wieder Satelliten-Empfang, warum auch immer. Muss man nicht verstehen, und Fernseh geguckt habe ich trotzdem nicht – läuft ja nichts!

 

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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Eine Antwort zu Dachfernschaden

  1. dasmanuel schreibt:

    Immer schön wenn man merkt, dass manche vermeintlich wichtigen Dinge gar nicht so wichtig sind. 😉

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