Alpen-Tagebuch, Tage 3 – 7

Wandern im Regen. Wandern im Regen. Wandern im Regen…

Das ist weder so abwechslungsarm noch so unerfreulich, wie es sich auf dem ersten Blick Laut (?) anhört. Mal ist der Regen dicht, mal nur nieselig, mal eher neblig. Und im Gegensatz zum Strandurlaub, wo man bei Kälte oder Regen die eigentliche Urlaubstätigkeit, nämlich Strandliegen, knicken kann, ist das bergurlaubige Wandern eben auch noch bei etwas widrigen meteorologischen Bedingungen noch nachgehen.

Insofern sind wir bis hierhin nur unerfreut, nicht aber unglücklich über das Wetter. Unsere Wanderdauer und Wanderhärte steigt von Tag zu Tag, die Almhütten sind warm und freundlich, und die Wege wunderschön. Nach drei Wanderungen, bei denen wir jeweils fast verloren gegangen wären, verstehen wir auch allmählich die Auschilderungslogik. Wäre nur toll, wenn wir auch mal die anderen Berge sehen könnten, die jenseits des Regenschleiers liegen mögen. Irgendwie fehlt uns im Nieselwetter doch der Alpenpanoramablick wie auf den Broschüren…

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So schön können 5 Grad und Nieselregen im Sommer sein!

Das eigentlich Frustrierende ist, dass das Ende der Regenzeit und Einbruch des Hochsommers mit 28 Grad sich laut Wettervorhersage Tag für Tag um einen Tag verschiebt. Jeden tag heißt es: nur noch zwei Tage Regen. Wir verlieren die Zuversicht, dass dies noch vor unserer Abfahrt stattfinden wird. Trotzdem bleiben wir standhaft und gehen auf keinen Fall ins nahe gelegene, völlig überteuerte Erlebnisbad.

***

Heute waren wir im Erlebnisbad. Erstens ist das Wetter heute wirklich ungemütlich, und außerdem haben wir gestern mit der Seilbahn einen Berggipfel erseilt, auf dem es ein Kindererlebnisgedöns und 5 Grad Celsius gab. Brbrbrrrr… Den Abstieg haben wir zu Fuß bewältigt, was drei harte Stunden dauerte, und heute kann keiner mehr gehen. Also auf ins Schwimmbad!

Aber nicht etwa ins völlig überteuerte Bad… Wir sind dort zwar hingefahren, haben es aber nur bis in den Eingangsbereich geschafft und dort festgestellt, dass sich offenbar halb Österreich in diesem wirklich weder besonders großen noch schönen Schwimmbad versammelt hat. Auf die Erlebnisse, die hier auf uns warten, wollten wir doch lieber verzichten. Ein Dorf weiter gibt es ein weiteres Erlebnisbad zu einem Viertel des Preises, mit allem, was das Schwimmermitfamilienherz begehrt. Erstens werben sie nicht so viel, und wenn sie werben, dann mit dem riesen Außenbecken, der aber bei Kälte und Regen eher uninteressant scheint. Deswegen waren dort auch nicht übermäßig viele Leute – und es war super! Tolle Rutschen, Ruhebereiche, alles sauber, und eine extrem freundliche (und saubere!) Gastronomie.

Nach diesem Erfolgserlebnis sind wir wieder wanderbereit 🙂

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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3 Antworten zu Alpen-Tagebuch, Tage 3 – 7

  1. Charis schreibt:

    Daß es Dachstein {Wanderschuhe} in solch kleiner Größe gibt … 😉

  2. dasmanuel schreibt:

    Das Bild ist sooo süß. Musste mal gesagt werden.

    Das Wetter … nicht so süß. Leider der große Vermies-Faktor bei Urlaub ‚hierzulande‘.

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