Gedanken zu Trump

Jetzt wird’s hier doch mal ansatzweise politisch auf diesem Blog: hier meine spontanen Gedanken zu Donald Trump.

  1. Ohne den Politiker Trump bisher in Aktion erlebt zu haben, ist es trotzdem eine Unding, dass ein offen sexistischer und rassistischer Mensch überhaupt zum Präsidenten gewählt wird. Jedes demokratisch gewählte Staatsoberhaupt hat ein Recht auf einen Vertrauensvorschuss, habe ich im Radio gehört. Mag sein, aber meines Erachtens hat Trump diesen Vorschuss schon längst aufgebraucht.
  2. Wie groß muss die Unzufriedenheit (und der Ärger und Hass) der Hälfte der Amerikaner sein, dass sie diesen Mensch gewählt haben? Gilt das Land damit schon als failed state?
  3. Funktioniert das amerikanische demokratische System noch? Über die Primaries wurden – aus was weiß ich wievielen Politikern und Unternehmen und celebrities -, zwei Kandidaten erwählt, die wiederholt als Pest und Cholera bezeichnet wurden. Zum Präsident gewählt wurde der bekennende Nichtdemokrat („ich akzeptiere das Wahlergebnis, wenn ich gewinne“), der drei Millionen Stimmen weniger als seine Konkurrenten erhielt. Und in der Regel ist jedes Regieren sowieso aussichtslos, weil zwei sich erbittert gegenüber stehenden Volksparteien gegenseitig blockieren und wie die Kinder beschuldigen.
  4. Früher hieß es, es wäre undenkbar, dass die Amerikaner einen geschiedenen Mensch zum Präsidenten wählen würden. Und jede noch so kleine Verfehlung aus der Vergangenheit würde Stimmen kosten. Es ist schon interessant, wieviele Gewissheiten mit dieser Wahl über Bord geworfen wurden.
  5. Ist ein Staat wie ein Unternehmen führbar? Kann man Politik als Folge von Deals mit strenger Kosten-Nutzen-Logik betreiben? Ich bemängele schon bei Merkel das Fehlen einer Vision, was zu einem etwas beliebigen und verwaltungsartigen Regierungsstil führt, aber bei Trump fehlt zusätzlich der grundlegende Wertekanon. Da wird die Beliebigkeit durch Rücksichtslosigkeit ergänzt.
  6. Es ist gut, solche Sachen, die man für selbstverständlich erachtet, immer mal wieder zu reevaluieren und sogar in Frage zu stellen, denn ohne solche Anstöße erodieren sie im Laufe der Zeit. Das gilt für Prozesse und Systeme und auch für Institutionen, wie z.B. die EU oder die NATO. Anstatt auf Trump zu schimpfen, sollte die NATO überlegen, warum Trump sie für überflüssig hält. Genauso die EU: Ich hatte nach dem Brexit naiverweise gehofft, die EU würde sich mal ernsthaft erneuern, damit sie nicht weiter auseinanderfällt. Stattdessen hat man sich scheinbar inzwischen darauf geeinigt, dass die doofen Briten dran schuld sind und die EU in ihrer jetzigen Form eigentlich ganz okay ist. Oder in Deutschland: eigentlich sind die AfD- und Linken-Wähler alle doof, weil sie auf so populistisches Geschwätz reinfallen (wie die Trump-Wähler), aber ansonsten ist unser Gesellschaftssystem in Ordnung. Idealist, der ich nun mal bin, hoffe ich weiterhin, dass die deutschen und französischen und amerikanischen Volksparteien und die EU und die NATO und … – ernsthaft versuchen, die Menschen von ihrer Vision eines friedlichen Zusammenlebens und ihre eigene Rolle innerhalb dieser Vision zu überzeugen, sonst haben sie tatsächlich wenig Rechtfertigung für ihr Dasein.

    Das war’s. Das Wiedererstarken der Nationalstaatlichkeit tut mir im Herzen weh. Die Selbstverständlichkeit, mit der manche Menschen ihr persönliches Recht auf Wohlergehen einfordern, darauf fußend, dass sie auf einem bestimmten Fleckchen Erde und nicht auf einem anderen zur Welt gekommen sind, betrachte ich als zutiefst beschämend und unmenschlich.

    Wie unbedeutend der Begriff „Nation“ doch sein könnte, was wäre es schön, wenn das Wort „Ausländer“ keinen Sinn ergeben würde… Wenn man sich nur kurze Zeit in solche Gedankenspielereien vertieft, kommen einem schon die Trumps und Höckes und Le Pens dieser Welt unendlich lächerlich vor.

    Let’s make ze menschheit grrrreat again!

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    Über Pfeffermatz

    ... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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    96 Antworten zu Gedanken zu Trump

    1. Muriel schreibt:

      Mich wundert an Trump vor allem die Unreife. Also, dass Leute jemanden wählen, der rassistisch und sexistisch ist, na gut, sind die Leute ja auch alle. Aber dass sie jemanden wählen, der so offensichtlich kein Selbstbewusstsein hat und wie ein achtjähriger auf jede Provokation aufspringen und „Deine Mudder stinkt!“ krakeelen muss, sobald jemand ihn kritisiert, das wundert mich eher. Ich hätte gedacht, dass gerade US-Bürgerinnen ein bisschen Wert darauf legen, dass ihr Präsident zumindest irgendwie als präsidial durchgeht.
      Ich würde immerhin sagen, dass ich Trump – anders als zum Beispiel Höcke oder auch Frau Petry – echt keinen niederträchtigen Plan zutraue. Er kann trotzdem ein echt schlimmer Präsident werden, aber ich glaube, dass die Leute, die ihn für einen Faschisten halten, damit zu weit gehen.
      Aber ich kenn ihn nicht. Schaumermal.

      • Muriel schreibt:

        Gerade fällt mir noch ein, weil man ja nicht immer nur nörgeln soll: Bei dem Telefonat mit der taiwanesischen Präsidentin bin ich ja tendenziell auf seiner Seite, und dass er sich gleich zum Anfang mit den Geheimdiensten entzweit hat, finde ich auch erfreulich, auch wenn beides sicher keine kluge Strategie oder auf hehrer Haltung basierendes Handeln war, sondern wir Trump halt ist. Aber doch.

        • aurorula a. schreibt:

          @ Muriel:
          einen Sexismusvorwurf anhand von Beispielen zu widerlegen
          Wie sonst? Sehen Sie, wenn ich jetzt schreibe: ich halte Hillary Clinton für sexistisch; und das anhand eines Beispiels be lege (zwei Delegierte zur Veranstaltung die Clinton als Kandidatin nominiert hat wurden ausgeladen – obwohl sie von ihren Verbänden legitim gewählt und entsandt wurden – nur weil sie Männer waren, das ist misandrisch); was werden sie anführen um mich zu widerlegen? Ein Beispiel; und zwar entweder meins um zu zeigen daß es komplett anders war, oder ein anderes in dem Frau Clinton das Gegenteil von dem tut was ich ihr hier vorwerfe.
          Wenn ich stattdessen schriebe: ich halte die Berichterstattung mancher Medien für rassistisch, weil sie von dem „Black Vote“ sprechen, vom Abstimmungsverhalten „der“ Schwarzen, was werden Sie suchen? Beispiele natürlich, die belegen daß die von mir beschuldigten Medien keinen Unterschied machen in dem, wie sie die Wähler aufschlüsseln nach Alter, nach Wohnort, nach Einkommen – gegenüber dem wie sie berichten, wenn sie nach Hautfarbe oder Geschlecht unterscheiden (viel Glück mit dem vorletzten, aber so würden Sie es jedenfalls tun).

        • aurorula a. schreibt:

          (Nö.)
          Sondern?

          Jetzt habe ich Ihnen zwei schöne Beispiele hingeschrieben, die Sie mir widerlegen können (und bestimmt leicht?); also demonstrieren Sie es mir (: .
          Belegen Sie mir, warum Frau Clinton keine misandrische Sexistin und „die amerikanischen Medien“ bei ihrer Wahlberichterstattung nicht rassistisch sind.

          Auch nicht schlecht. Unbegründeten pauschalen Widerspruch abgeben, dem Gegenüber ebenso unbegründet mangelnde Diskursbereitschaft bzw. -fähigkeit unterstellen und das dann als Begründung nehmen, um sich sofort wieder aus dem Staub zu machen. […] Und im Detail putzig ist natürlich die Vorstellung, man einen Sexismusvorwurf anhand von Beispielen zu widerlegen. Weil… Äh… Joa.

          Machen Sie’s anders. Oben ist der Vorwurf, hier sind Sie, Beispiele sollen es nicht sein, Sie haben keine „mangelnde Diskursbereitschaft“, und bringen keinen „unbegründeten pauschalen Widerspruch“ (von den letzten beiden gehe ich einfach mal as a matter of course aus (: ), also los:

        • Muriel schreibt:

          Oh, Sie täuschen sich. Nachdem eine Person nachhaltig einen so unerfreulichen Diskussionsstil demonstriert hat wie Sie, verzichte ich sogar extrem gerne auf Begründungen und überhaupt jeden weiteren Dialog. Passen Sie mal auf, ich demonstriers Ihnen.

        • aurorula a. schreibt:

          😀
          Immer gern genommen: der rekursive Querverweis: https://pfeffermatz.wordpress.com/2017/01/20/gedanken-zu-trump/#comment-2009
          (Den Text auf den ich ursprünglich geantwortet habe schreibe ich hier kein drittes Mal hin, aber der Vergleich Ihrer beiden Beiträge, Muriel, dann und jetzt gerade, der lohnt sich.)

        • Aristobulus schreibt:

          LOL.
          In der Tat bisschen dünn, Muriels Weigerung wegen irgend Stilgründen, etwas zu diskutieren, das ihr nicht passt.
          Ach, haben wirs sowas nicht alle mal? Wir fassen uns dann ein Herz, sofern wir eins haben, kommen wieder und sagen einfach mal, was wir zum Thema meinen.
          🙂

      • Pfeffermatz schreibt:

        Offenbar haben die Leute Sehnsucht nach einem Präsidenten, der irgendwie einer von ihnen ist, wenigstens hinsichtlich seiner Art, sich zu geben. Denen ist das Bedächtige, Überlegte, Abwägende, Vorsichtige wahrscheinlich total suspekt und ein Hinweis auf leeres politische Geschwätz. Trump ist aus ihrer Sicht total echt und deswegen – für uns unvorstellbar – glaubwürdig.
        Ich stimme auch mit die überein, dass Trump nicht wirklich bösartig oder hinterhältig ist. Er ist aber völlig unberechenbar, reizbar und rücksichtslos, und deswegen gefährlich.

        • Aristobulus schreibt:

          Hi Pfeffermatz. Hast Du je eine von Trumps Reden gelesen oder sie Dir in voller Länge angehört? Ich meine jetzt nicht die voreingenommenen, die Wahrheit gepachtet habenden deutschen Achtelversionen, sondern die Originale?

          Ich sag’s mal so: Wer a) seine Reden ungekürzt, unübersetzt und ungefiltert verfolgt hat, der kann mit dem Vorwurf „unberechenbar, prinzipienlos, der bekennende Nichtdemokrat“ usf. überhaupt nichts anfangen.

          P.S.
          Noch etwas zu den drei Bekenntnissen, ja?, also zu jenen drei Adjektiven, die jeder, aber auch wirklich jeder in fast jeder deutschen Zeitung und fast jedem deutschen Internetportal und in fast jeder heilig-öffentlichen Meinung über Trump lesen kann, ja soll und muss. Drei Adjektive. Die stehen da immer. Warum: Weil man hierzulande nicht individuell prüfen soll, sondern weil man in kollektiver Harmonie zu glauben hat. Rhythmisch, im Dreierschritt.
          Also hier diesesas neotrinitarische Glaubensbekenntnis contra Satanam!, Du kennst es natürlich: Sexistisch, rassistisch, menschenverachtend.

          Das dritte Adjektiv hattest Du oben vergessen 😀 . Magst Du es nicht noch wo einbauen?, es fehlt sonst was, so wie in allen rhythmischen Bekenntnissen, wenn man in der Aufregung mal luftholt und leider was auslässt.

          P.P.S.
          Du hast geschrieben, dass du die Rückkehr des Konzepts der Nation ablehnst. Aber darum geht es aus vielen Gründen nicht: Es ist ein bloß theoretisches Konzept, ein linker Traum von allgemeiner Verbrüderung, weil alle Menschen irgendwie das Gleiche wollten. Die USA sind jedoch als reales Konzept gegen Politbarbarei, gegen die Herrschaft des Klerus und gegen persönliche Willkür entstanden, und die USA haben sich real bis heute als dieses Konzept von Zivilisation erhalten.
          Dein Traum von einer Welt ohne Grenzen in allen Ehren, aber er ist nicht real: Weil die Zivilisation dann so überrannt wird wie Konstantinopel anno 1453 von den Türken. Die es 1529 und 1683 wieder versucht haben, so wie Erdogan es heute versucht.
          Diese Beispiele klingen zu alt oder zu türkisch? Gut!, nehmen wir das immer aktuelle, schön allgemeinexemplarische Beispiel Israel. Von den Israelis wird Seitens der EU (ein einziger Bürokratismus der Klein- und Großfunktionäre), der UNO (ein milliardenverschlingender, katzengoldiger Verein allzeit mehrheitlicher Diktaturen), der OIC (57 failed states, in denen man sich gegenseitig umbringt und Allahu Akbar dazu schreit) und leider auch der Ex-Obama-USA permanent verlangt, dass sie mit Terroristen verhandeln, die eigenen Leute aus ihren Wohnungen vertreiben und die Grenzen öffnen sollen. Jedoch das Konzept der fortschrittlichen, gleichberechtigenden, aber wehrhaften Nation hat Israels Überleben als jüdischer Staat seit 1948 garantiert. So bald mal jemand davon abrückt und wie einst der linke Ehud Barak mit dem Feind verhandelt, während der Feind Bomben wirft und Schulbusse in die Luft sprengt, fördert er den Holocaust2.0 und das hereinsickernde Massaker. Also hat es in Israel solche Versuche kaum je gegeben, na G“tt sei Dank.

          P.P.Pee.ePEss.
          Pardon, ich weiß schon!, manche Überzeugungen sitzen tief, und man gilt ganz schnell als rechts (sexistisch, rassistisch, menschenverachtend), wenn man sie als Fantasien kritisiert oder sie gar anhand von Beispielen widerlegt. In Gnaddrigs Blog wurde just dieses neulich getan, und der Gnaddrig, der sonst ja überhaupt nicht so ist, bekam da ganz schnell einen linkspolitischen Kurzschluss und meinte, man wolle sein Blog kapern.
          Weil ich befürchte, dass Dir, Pfeffermatz, seit meinen ersten drei Zeilen der Kamm schwillt, weil Du hier einen vermeintlich Rechten hast, klinke ich mich hiermit aus dieser Diskussion aus, aber schicke diesen Kommentar einfach mal so ab.
          Damit hier immerhin eine andere Meinung steht 🙂

        • Pfeffermatz schreibt:

          Ich überlasse es gerne anderen Kommentatoren, sexistische und rassistische Aussagen von Trump zu zitieren, ansonsten reicht es zu googeln. Den Wahlgegner mit Haft zu drohen, falls man gewählt wird und sich zu weigern, einen eventuellen Sieg des Gegners anzuerkennen, halte ich für durchaus undemokratisch. „Menschenverachtend“ ergibt sich für mich aus sexistisch und rassistisch wie auch aus der Tatsache, dass Trump zum Schutz seines Egos keinerlei Rücksicht auf andere Menschen nimmt und jegliche Kritik mit persönlichen (und übrigens kindischen) Angriffen begegnet.
          Was den Vorgang bei gnaddrig angeht: aus meiner Sicht hast du da tatsächlich an einer unpassenden Stelle politisch polarisierende Kommentare gepostet, was andere Blogger, die zum eigentlichen (unschuldigen) Thema was kommentieren möchten, abschreckt. Dass der Blogbetreiber dies als „kapern“ empfindet, kann ich verstehen, und hat nichts mit einem „linkspolitischen Kurzschluss“ zu tun. Mit etwas Fingerspitzengefühl könnte man solche Situationen vermeiden.
          Dieses Posting hier habe ich allerdings selber als „ausnahmsweise politisch“ gebrandmarkt, daher habe ich mit deinem Kommentar kein Problem. Ich würde mir allerdings die Freiheit nehmen, Kommentare mit … menschenverachtendem Inhalt (wie solche von Trump, wenn er hier kommentieren würde!) zu löschen.

        • Aristobulus schreibt:

          … ich finde diesen Ernst immer gespenstischer, diesen kollektiv herrschenden Worternst, der sich selbst vorschreibt, und der versucht, jemanden qua Glaubenssatz mit drei absurden Adjektiven zur Unperson zu machen.
          Doch!, Unperson, weil einer, der rassistisch ist, nirgens mehr als jemand wahrgenommen wird, der seine Chance noch nicht hatte. Er hat dann nämlich keine mehr und gilt als David Duke.

          Ferner sexistisch: Was ist das?? Man möge das doch mal bleiben lassen. Es wirkt so krampfhaft, pardon, dieses Vokabular aus Studentenzeiten. Was ist denn da Fakt? Schlägt Trump seine Frau? Verbietet Trump seiner Frau, Geschäfte zu machen? Hat Trump seine Töchter zwangsverheiratet? Gibt es außer Trumps rüden Bemerkungen gegen eine rüde Störerin während des rüden Wahlkampfs irgend einen Beleg, dass er Frauen verachte?
          Es gibt keinen. Aber es gibt diese notorischen Adjektive, und man verliert dabei alle Ironie, alle Distanz, alles Den-Mal-Machenlassen. Man hört ihm nicht mal zu.

          Hast Du gelesen, Pfeffermatz, was die große Oriana Fallaci über den Ausruf „Rassist!-Rassist!“ zu sagen hat? Lange her. Immer noch so aktuell. Leider lesen die da draußen mit der vorgefassten Meinung nie die Fallaci und lesen auch Trumps Reden nicht nach, sodern glauben so gern, was man erzählt.

          Und leider besteht nicht nur hier (wenn das so ist?, vielleicht ist es ein Missverständnis), sondern auch da draußen überall diese Drohung, jemanden mundtot zu machen, wenn er eine abweichende Meinung äußert. Leider ist das links. Linke, Rechte auch!, haben immer dieses Problem mit abweichenden Meinungen. Weswegen dann ganz schnell gewarnt wird, dass man es löschen/verbieten werde 😉 , Falls ein Abweichender gleich richtig faschistisch / richtig sozialistisch zu werden sich anschicken könnte.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Nein, löschen nur, wenn eine potentielle Lesergruppe in pauschalerweise, also aufgrund Religions- oder Geschlechtszugehörigkeit, Nationalität, …, satirefrei und derbe, direkt beleidigend angegriffen würde. Kurzum: nicht Meinungen zensieren, Verhaltensweisen schon. Ist hier aber noch nie vorgekommen, deswegen sollten wir hier auch nicht zu viele Worte über Nichtvorhandenes verlieren.

        • Aristobulus schreibt:

          huch-?
          Ja und welche potenzielle usf. sollte das sein, wer sollte hier wen, und so?
          Und warum zuerst diese Ankündigung erst, wenn doch hier keiner je war oder ist, der sowas macht?

          P.S.
          Was gilt denn nu als, wie sagtest Du, aufgrund Religions- oder Geschlechtszugehörigkeit, Nationalität, …, satirefrei und derbe, direkt beleidigend angegriffen würde. Also wenn wer pauschal. Ja? Dazu noch, wie sagtest Du gestern, polarisierend 😀 . (À propos, warum diese ziemlich neue Vokabel polarisierend? Was soll so unerträglich sein am Umstrittenen? Ich verstehe das nicht. Ich verstehe diesen Kollektivismus nicht!, diesen sanften Zwang zum Allgemeinen. So bald derzeit irgendwo kein einstimmiges Wohlfühl und keine allgemeine Harmonie herrscht, wird jemand ausfindig gemacht, der polarisiert, der gar Umstrittenes äußert, und der gilt dann als usw. usf.)

          Na schön, dann probiere ich mal, ob Folgendes hier geht, oder ob Folgendes rassistisch und menschenverachtend ist. Also:
          – Mohammedaner haben einen fatalen Hang zur Gewalt.
          (OH! Pauschalisierende Pauschalisierung, satirefrei und halbderb, zumal Angriff auf eine bestimmte Gruppe mit bestimmter Religion. Das würde nach Deinen Maximen sofort gelöscht gehören. So wie unter Obamas Ägide, als jedem civil servant (es gibt hunderttausende) verboten wurde, die Ausdrücke islamic terrorism, djihad, islamic state zu verwenden. Nicht, weil diese Dinge nicht vorkämen, denn sie kommen real jeden Tag vor, sondern weil das Mohammedaner in Wut bringen könnte, weil jemand so rassistisch & islamophobisch sein könnte, sowas zu äußern.)

          – Darf ich also ausführen, warum der fatale Satz: Mohammedaner haben einen fatalen Hang zur Gewalt. Weil im Koran, in der Schia, in den Hadithen und im gesamten islamischen Lehrschrifttum keine Mahnung zur Gewaltlosigkeit steht. Hingegen ist man sich dort Seitens der Mullahs und der Imame (Schiiten wie Sunniten) seit Alters her bis heute einig, dass jeder getötet gehöre, der den Islam verlässt, und dass Ungläubige rechtlos seien, dass Juden von Affen und Schweinen abstammten, und dass Frauen Halbmenschen dritter Klasse seien, die mann schlagen und zwangsverheiraten müsse, und dass ungläubige Frauen sexuelles Freiwild seien.
          Diese alternativlosen Vorgaben haben die soziale Wirklichkeit in allen (allen!, selbst bei Ahmadiyah) mohammedanischen Gruppen und Staaten zutiefst geprägt.
          Weswegen Mohammedaner einen fatalen Hang zur Gewalt haben.

          Darf diese Aussage hier geäußert werden?

        • aurorula a. schreibt:

          Darf diese Aussage hier geäußert werden?
          Es fehlt, denke ich, der mittlere Schritt, daß Trump in einer Rede etwas ähnliches geäußert hat:
          Hier, zum Beispiel: https://aurorula.wordpress.com/2016/11/13/amerikanische-zustande/
          Dann darf darüber diskutiert werden, ob er damit recht hat. Denn wo „Trump“ draufsteht, auf dem Thema…
          Nebenbei finde ich diese Rede gut, was vielleicht daran liegt daß ich sie ganz gelesen habe. Das war die Wahlkampfrede, nach der es überall hieß: „Rassismus!“

          ( *suchtweiterbildervonschokokuchen* )

        • aurorula a. schreibt:

          die zum eigentlichen (unschuldigen) Thema was kommentieren möchten, abschreckt.
          Wie sage ich das jetzt am besten, so daß nicht etwas als böse gemeintes zu lesen ist, das ich garnicht schreiben wollte?
          Der Name dieses Themas war „11/9“, und der Inhalt, ob der Wahlausgang in Amerika eine Katastrophe sei.
          Insofern ist, Unschuld beiseite, eine Antwort im Sinne von „Nein, weil…“ zum Thema geschrieben.
          Es gab nicht viele Kommentatoren, die der Ansicht „Nein, weil“ waren – die meisten fanden „Auf alle Fälle, schon“. Was dazu geführt hat, daß nur zwei Leute (die einzigen beiden Neinsager) abwechselnd mit allen anderen diskutieren konnten oder wollten – sonst gab es schlicht niemanden der so dachte. Also niemanden der dann hätte schreiben können. Somit war zwangsläufig sich daraus ergebend die Hälfte der Kommentare, die Nein-Hälfte, von nur zwei Leuten. (Parallel kam dazu, daß gnaddrig Links als Belege eher stören, Aristobulus als Wissenschaftler – Archäologe – gerne Quellenangaben hat, und ich nur ungern eine Zitatbleiwand lese wo es zwei Links auch getan hätten; aber keiner, vor allem gnaddrig nicht, hat das dazugeschrieben.)
          Jedenfalls empfand gnaddrig (wohl, meine Interpretation heute, wenn ich das im freundlichsten aller Lichter zu sehen versuche) die-Hälfte-aller-Kommentare-schreiben (müssen, s.o.) als kapern. Hat das aber gegenüber Aristobulus und mir so kommuniziert: Nichtzustimmung ist rechts, rechts schreiben ist kapern. Und so habe ich das auch verstanden.

          Zurück zu Trump, eine interessante Frage ist auch, ob er für die hiesigen Journalisten eine Art „Ersatz-Bush“ darstellt. Ob also alles, was wir hier zu lesen bekommen, immer als ganz frei davon anzusehen ist? 😉

        • Aristobulus schreibt:

          … ach ja. So war’s. Danke für Deine Verdeutlichung. Es war schade beim Gnaddrig. 😦

        • aurorula a. schreibt:

          Schon. Vor allem menschlich.

          Und als kleines Zuckerl obendrauf: Jetzt wird der Krimi nie fertig. ;(

        • Muriel schreibt:

          Auch nicht schlecht. Unbegründeten pauschalen Widerspruch abgeben, dem Gegenüber ebenso unbegründet mangelnde Diskursbereitschaft bzw. -fähigkeit unterstellen und das dann als Begründung nehmen, um sich sofort wieder aus dem Staub zu machen.
          Wham Bam Thank you Aristobulus.
          Und im Detail putzig ist natürlich die Vorstellung, man einen Sexismusvorwurf anhand von Beispielen zu widerlegen. Weil… Äh… Joa.

        • Aristobulus schreibt:

          Aber Sie haben jetzt kein automatisches Antischreibprogramm eingesetzt?

        • Tanja im Norden schreibt:

          Ich wäre gern in 4 Jahren positiv überrascht, aber es fällt mir momentan schwer zu glauben, dass er „einer von ihnen ist“. Also von denen, die ihn gewählt haben. Es stimmt aber vielleicht in einer Hinsicht: Differenzierung, sowohl als auch, das ist nicht seine Sprache und auch vermutlich nicht seine Weltsicht. Und Differenzierung und komplizierte Erklärungen möchten viele Menschen nicht hören. Aber ich kann nicht glauben, dass einfaches entweder-oder die Welt gut beschreibt. Je tiefer man in ein beliebiges Thema eindringt umso komplexer ist es.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Deswegen sinkt der Erfolg von Populisten mit steigendem Bildungsgrad. Wer sich mal mit der Komplexität eines Ausschnitts der Welt (egal ob Physik, Finanzmarkt oder Soziologie) auseinander gesetzt, wird kaum an einfache Wunder-Lösungen wie „Mauer“ oder „Schutzzölle“ glauben. Nicht, dass solche Instrumente nicht grundsätzlich eingesetzt werden dürften…

        • Tanja im Norden schreibt:

          Man sollte dann nur vorher mal ehrlich über mögliche Folgen und Nebenwirkungen sprechen. Und diesen Teil lässt man derzeit gerne mal unter den Tisch fallen. Egal, ob es um den neusten Abnehmtrend geht oder um große Politik.

        • Aristobulus schreibt:

          … also just in der Physik (!) sind die einfachen, eleganten Lösungen ebenso berühmt wie zielführend. Sagt Richard Feynman. Dem man nur als ein noch besserer Naturwissenschaftler widersprechen sollte 😀
          Hingegen die Soziologie ist größtenteils eine Blase aus Ansichten, und naturwissenschaftlich ist sie auch nicht gerade. Ebenso wie die Finanzmärkte, die mit Gerüchten, halben Einschätzungen und Spekulationen operieren.
          Also funktioniert die Analogie nicht.

        • aurorula a. schreibt:

          Deswegen sinkt der Erfolg von Populisten mit steigendem Bildungsgrad.
          Pfeffermatz, das würde übersetzt ja bedeuten, daß der eigentliche Grund aus dem jemand Trump gewählt hat nur der sein kann, daß Trump-Wähler blöd sind. Nicht besonders helle. Ungebildet. Beweis: wer es besser wüsste oder könnte, hätte nicht für Trump gestimmt. Which begs the question (I couldn’t resist that one…), ob das nicht kein Grund, sondern vielmehr eine Ursache ist. Ein Grund, etwas zu tun, ist eine freiwillige Entscheidung: ich halte aus welchen Gedanken und Überlegungen heraus auch immer den Kandidaten für besser geeignet für das Amt, deswegen gebe ich ihm meine Stimme. Freiwillig. Ich will das so, ich will etwas anderes nicht. Eine Ursache hat nichts mit freiem Willen zu tun, sondern liegt außerhalb meiner Kontrolle: weil ich es nicht besser kann oder weiß, tue ich etwas. Muß ich es tun, weil die Ursache zwingend dazu führt, selbst habe ich keine Wahl dabei. Könnte ich mich frei entscheiden (aufgrund von mehr Information, mehr Bildung, mehr Grips, wasauchimmer), entschiede ich mich für etwas anderes. Vielleicht.
          Damit nimmt die Aussage über den Bildungsgrad zum einen den Leuten die eine bestimmte Meinung vertreten durch die Hintertür ihren freien Willen, sozusagen die Wahl an der Wahl, was mir jetzt nicht wenig ironisch scheint.
          Zum anderen: kann, wer auch immer das postuliert hat, denn hellsehen? Woher kommt denn die Information, daß die implizit angenommenen, die sich wohl aufgrund von Blödheit nicht frei entscheiden können, etwas anderes wählen würden, könnten sie denn? Daß sie nicht aus freier Entscheidung heraus genauso abstimmen würden – oder es gar schon tun? Weil das andere „besser“ ist und sich die die frei abstimmen immer für das „bessere“ entscheiden, wenn sie können? Wer entscheidet denn, was „besser“ ist? Diejenigen, die festlegen wer „Populisten“ sind für alle anderen mit (wie überheblich)? Oder doch die Wähler selbst, jede(r) für sich?
          Und damit die Mehrheit der abgegebenen Stimmen über den Wahlausgang?
          So funktioniert das bei einer Wahl nun mal. Welche Dinge überhaupt zur Abstimmung stehen, entscheidet die Verfassung – aber politische Ämter gehören, im Gegensatz zu etwa Grundrechten, nunmal dazu.

          Das war der philosophische Teil, der mathematische Ansatz auf vielevieleviele Gegenbeispiele gebildeter Leute hinzuweisen, die Trump gewählt haben – obschon möglich, möh, das würde ja heißen, daß nur wer einen bestimmten Abschluss vorweisen kann überhaupt das Recht hat, Trump zu wählen. Alle anderen hätten dann keine Wahl.

          Vielleicht heißt es aber auch schlicht, daß diejenigen die Untersuchungen anstellen wollen, die den Erfolg von „Populisten“ messen, die Möglichkeit ausblenden, sich freiwillig für etwas zu entscheiden (freiwillig ist es nur, wenns dagegen ist), oder jemandem freiwillig zuzustimmen (eine eigene Meinung ist das nur, wenn man ablehnt was einem andere sagen) – auch das leider ein Longseller…

        • Aristobulus schreibt:

          Bestimmt so, Tanja-.
          Andererseits sieht sich Trump ja als einer, der sagt, was Sache ist, und der die Sache dann tut.
          Ich habe allerdings auch schon analytische Reden von ihm gelesen. In denen analysiert er Tatsachen, um dann zu dem Punkt zu kommen, wo er was tun will.

    2. Tanja im Norden schreibt:

      Wenigstens in deinem vierten Punkt kann ich etwas erkennen, das ich gut finden kann – die Suppe zwischen den Haaren. Alles andere … . Aber irgendwann muss auch das Kopfschütteln aufhören, und ich hoffe, dass ab morgen wenigsten das unsägliche Spekulieren in unseren Medien wieder Ähnlichkeit mit Berichterstattung bekommen wird. Ich kann’s grad einfach nicht mehr aushalten, dass das auch bei uns so emotional aufgebauscht wird, und auf jeden Heißluft-Tweet gleich eine halbe Börsenkatastrophe folgt und eine Psychoanalyse in der Tagesschau kommt. Ohne die viele Fotos von der Sturmtolle allerorten wäre die Welt doch viel schöner.

    3. Ann schreibt:

      Ich verbringe das halbe Jahr in den USA, auf einer kleinen Insel im Westen Floridas. Ich mache leider immer mehr die Erfahrung, dass die Amerikaner mit Trump einfach nur den gewählt haben, der es Ihnen erlaubt, endlich wieder zu den „alten Werten“ zurückzukehren: Rassismus, Frauenverachtung, Konseevativismus…

      Ich glaube auch, dass die amerikanische Welt für Obama noch nicht reif war. Die Leute, die ich kenne, haben so die Nase voll von Obamas Toleranz und Offenheit, das ist durchaus verständlich ist, dass das Pendel jetzt in die andere Richtung schwingt. Menschen, die ich eigentlich als Freunde betrachtet habe, erweisen sich als Rassisten, als ultrakonservativ, denn durch Trump trauen sie sich, ihre Einstellung auch endlich zu verbalisieren. Mich widert das an.

      • Pfeffermatz schreibt:

        Eine Beobachtung, die leider auch in Deutschland und sicherlich auch überall da, wo Populisten im Aufwind sind, zu beobachten ist.
        Plötzlich werden ganz offen, oder manchmal unter dem dünnen sprachlichen Deckmantel „Man wird doch mal sagen dürfen…“, Vorurteile und Pauschalisierungen ausgesprochen, die ich für überwunden hielt.

        • Aristobulus schreibt:

          Jener, den den Populismus erfunden hat (er heißt Sigmar Gabriel), sagt seit Langem, was er schon immer sagen wollte, aber aus lauter Angst vor der ähemm Auschwitzkeule sich nicht zu sagen getraut hat.
          Komisch, dass er noch immer (nein, seit je her) große Angst vor dieser Keule zu haben vorgibt. Selbst als er die Israelis als Rassisten bezeichnet hat, weil sie sich gegen islamischen Terrorismus wehren, hat er die ähhemmm Macht der Juden erwähnt.

          Und nein, Pfeffermatz, Vorurteile sind nötig. Warum: Weil ohne sie alles grenzenlos gleich wird. Auch Pauschalisierungen sind nötig: Weil sie Kritik auf den Punkt bringen, von dem aus sich etwas tun lässt.
          Wer hingegen nie pauschalisiert und nie Vorurteile hat, der will keine Position beziehen und steckt gern den irrealen Kopf in den irrealen Sand.

      • aurorula a. schreibt:

        Ich glaube auch, dass die amerikanische Welt für Obama noch nicht reif war. Die Leute, die ich kenne, haben so die Nase voll von Obamas Toleranz und Offenheit,
        Ich denke viel eher, was die meisten an Obama stört ist: er war. als Präsident. einfach. sch…lecht:

        Wirklich. richtig. schlecht. – Und das ist jetzt „nur“ die innenpolitische Bilanz. Aber ums mit Clinton (Bill, in dem Fall) zu sagen: it’s the economy.

        • Ann schreibt:

          Was genau am ihm war schlecht bzw. schlechter als anderen?

        • Pfeffermatz schreibt:

          Hallo Ann, jetzt habe ich mal aus Neugier „economic figures Obama“ gegoogelt, und erhalte erste mal sechs Links mit guten bis sehr guten Bewertungen, danach folgen negative. Was das heißt? Vermutlich, dass jede Bewertung politisch ist und dass es für so allgemeine Fragen wie die nach der Wirtschaft keine einfachen Antworten gibt.
          Wichtiger ist aber die Frage, wie es den Leuten gefühlt geht (im Inland, wenn man die Innenpolitik bewerten möchte), und ich befürchte, dass man dabei auf die tiefe Spaltung des amerikanischen Volks stößt, die Trump den Sieg ermöglichte. Leider ist es Obama überhaupt nicht gelungen, diese Spaltung zu überwinden. Da trägt aber auch die GOP große Schuld dran, denn m. E. treiben sie seit Jahren einen sehr destruktiven Politikstil.
          Trumps protektionistischer Kurs könnte kurzfristig erfolgreich sein, wird aber in einer globalisierten Welt langfristig der eigenen Wirtschaft schaden. Vor allem aber macht mir bei Trump seine offen gelebte Aggressivität und geradezu kindische Egomanie Sorgen. Offenbar scheinen viele Amerikaner diesen Stil akzeptabel zu finden, eigentlich ist das schon besorgniserregend.

        • aurorula a. schreibt:

          jetzt habe ich mal aus Neugier „economic figures Obama“ gegoogelt, und erhalte erste mal sechs Links mit guten bis sehr guten Bewertungen, danach folgen negative. Was das heißt? Vermutlich,
          Daß, ohne jetzt zu nahe treten zu wollen, so etwas ähnliches passiert sein könnte wie es Harald Doornbos 2014 passiert ist: https://heplev.wordpress.com/2014/12/26/der-fall-des-harald-doornbos-und-des-blutigen-schuhs/
          Derlei Beispiele gibt es einige, aber das war das erste das ich damals mitbekommen hatte. Da denkt jemand nichts Böses (oder im Falle von Harald Doornbos schon, aber anderes Böses), und googelt ohne vorher das Cache zu leeren und die Cookies zu loschen; und/oder nimmt google.de dazu und nicht z.B. .co.uk oder .fr und bekommt einen regionalen Filter. Soetwas würde ich auch bei der „economic figures Obama“-Suche oben nicht ausschließen (der Vollständigkeit halber: über google scholar – die uk-Version – habe ich genau „economic figures Obama“ gerade eingegeben und nichts bekommen das neuer ist als ca. 2011). Google zeigt eben, was es meint daß jemand sehen möchte. Wahrscheinlich waren noch Reste von irgendeiner anderen Suche im Filter, ein anderer Tab offen, google nicht die erste Eingabe nach dem Löschen, im Browser Favoriten gespeichert…
          Kurz gesagt: Es gibt tausend verschiedene Arten, da einen Wilhelm zu googlen. (Was der Wilhelm ist: kurz nach der Amtseinführung Karl-Theodor zu Guttenbergs hat sich bekanntlich jemand einen Spaß daraus gemacht, auf der Wikipedischen einen Wilhelm unter seine zehn Vornamen zu schmuggeln. Was weniger bekannt ist: diesen Wilhelm wieder zu löschen war sehr schwierig, da inzwischen einige Zeitungen das zitiert hatten und es damit als gut belegt galt). Die einfachste: Obama selbst hat das in seiner Abschiedsrede behauptet.

          Zurück zum Thema: die Quellen für die Zahlen oben in der Grafik sind angegeben:
          U.S. Treasury Department
          U.S. Bureau of Labor Statistics
          U.S. Department of Agriculture
          U.S. Congressional Budget Office
          Wenn die nicht bescheidwissen über die amerikanische Wirtschaft, wer eigentlich dann?

        • Aristobulus schreibt:

          Ann, haben Sie nun gelesen, was da an nüchternen, seriösen Zahlen steht?
          Ach, haben Sie ja nicht 🙂 Also fragen Sie nochmal, was so schlecht an dem schlechtesten US-Präsidenten aller Zeiten gewesen ist, der alles dafür getan hat, damit a) die USA innen möglichst schwach werden, und damit b) die Muslimbruderschaft und ihre Derivate in Libyen, Irak, Afghanistan, Syrien usw. usf. möglichst viel Aufwind und Macht bekommen.
          Selbst die iranische Totalitärdiktatur hat er gestärkt, wo es nur ging.
          Und seine Zwangsausübung in Richtung Israel war unter aller Kajüte.

        • aurorula a. schreibt:

          Vielleicht wird auch die Grafik nicht richtig angezeigt?
          Nochmal ausgeschrieben:
          Obama hat mehr Staatsschulden angehäuft als alle seine Vorgänger. Zusammen. Dadurch ist die Schuldenlast gestiegen (logisch), aber auch die Arbeitslosigkeit, das Durchschnittseinkommen ist dagegen gesunken; Versicherungskosten sind gestiegen, statt etwa 40% müssen nun etwa 60% des Einkommens für Steuern aufgewendet werden – und statt 38 Millionen Leuten leben jetzt 45 Millionen unter der Armutsgrenze. 43,6 Millionen davon (statt vorher 32 Millionen) sind auf Lebensmittelmarken angewiesen. Es sind also nicht nur mehr Leute arm, die die es sind sind auch noch ärmer als vorher.

          Insofern ist die Antwort auf die Frage, was genau schlecht war: die Wirtschaftspolitik!

          Und wenn ich die Beispiele lese, die Ari anführt, möchte ich eine zweite Antwort ergänzen: die Außenpolitik!

        • Aristobulus schreibt:

          Ach je, noch zwei Dinge zum Obamama:

          – Er hat 2012 in seiner Rede in Kairo dieses gesagt: „The future must not belont to those who slander the prophet of Islam!“
          Must not, gern übersetzt als muss-nicht, bedeutet jedoch emphatisch Darf-Nicht. Damit hat er jede Kritik an Mohammed (der für alle Mohammedaner als Vorbild in jeder Lebeslage gilt) als Schmähung verteufelt. Solche Töne hat man bislang ausschließlich von Leuten wie Al-Karadawi vernommen, die jede Religionskritik am Islam als Straftat sehen, auf der der Tod steht.

          – Ferner hat Obama die Bürger und Studenten im Iran 2009 eiskalt im Stich gelassen, die genug von der Mullahdiktatur haben. Er hat nichts getan, um ihnen zu helfen. Er hat hingegen den Atomdeal mit der iranischen Mullahregierung besiegelt, wohl wissend, was man dort damit anrichten will.
          Die Protestierenden im Iran wurden zu Tausenden eingekerkert, viele wurden umgebracht. Obama hat das favorisiert. So ist er.

        • aurorula a. schreibt:

          Wo wir gerade bei der katastrophalen Außenpolitik sind:
          Wer von beiden hatte den Lynchmord in der Botschaft in Bengasi auf dem Gewissen? Obama als Präsident oder Clinton als Außenministerin?

        • Aristobulus schreibt:

          Sie waren’s wohl alle beide. Erst hat man sich Seitens der Obamaregierung geweigert, die Wachen in Bengasi zu verstärken, dann hat man die Lynchmorde an den Diplomaten möglichst heruntergespielt. Unglaublich-.
          Leider hatten die Republikaner zu der Zeit niemanden, der diesen Skandal (US-Diplomaten wurden von der Regierung auf dem Altar der Islamversteherei und des Appeasements geopfert) als Anlass zur Absetzung der Regierung verwenden konnte. Michelle Bachmann hat es versucht und sich bloß lächerlich gemacht.
          Oh, und mit welchem Pseudozynismus die meisten von der Pro-Obama-Journaille die Lynchmorde von Bengasi verharmlost haben. Wer so agiert, der kommt nie mehr von alleine davon runter.

          Das Simon-Wiesenthal-Center (Rabbiner Abraham Cooper, Rabbiner Yitzchok Adlerstein, und ein Reverend Samuel Rodriguez) hat vor ein paar Tagen ein allgemeines, groß angelegtes Heilungsprogramm (Commission for National Healing) vorgeschlagen. Geht sowas?, in Südafrika, als Mandela Präsident war, hat es funktioniert. In der Tschechei, als Havel Präsident war, hat es auch funktioniert. In den USA Angesichts zigtausender Schreier und sinnloser Not-My-President!-Aufmärschen müsste es auch funktionieren.

          http://www.foxnews.com/opinion/2017/01/13/mr-trump-our-country-is-divided-please-create-commission-for-national-healing.html

    4. Lakritze schreibt:

      Zehn Tage später würde ich den oben genannten Besorgnissen noch hinzufügen wollen: die USA haben jetzt einen Präsidenten, der gleich im ersten Fernsehinterview erklärt, Folter sei doch eigentlich eine ganz prima Sache. Das geht noch mal eine Größenordnung über „Gutes nur denen, die es (unserer Meinung nach) verdienen“ hinaus.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein, das hat er nicht gesagt.
        Bitte!, wenn man jemandem etwas in der Größenordnung vorwerfen will, muss man zitieren, was er in welchem Zusammenhang gesagt hat. Sonst ist es ein Gerücht.

        • Muriel schreibt:

          Meinst du damit, dass er das:
          „I am a person that believes in enhanced interrogation, yes. And by the way, it works.“
          nicht gesagt hat, oder dass es was Anderes ist?

        • Aristobulus schreibt:

          Wir sind hier alle keine Regierungsschefs, die gegebenenfalls entscheiden müssen, wie jemand zu verhören sei: Um ev. einen Terroranschlag zu verhindern.

          Übrigens: Um rechtzeitig herauszufinden, wer wann wo und wie derlei tun will!, muss man einen Gefangen unter Druck setzen. Wie weit der Druck gehen darf, und was unter welchen Umständen „darf“ bedeutet, ist jedoch weniger eine Sache der Moral, sondern der Praxis.
          Das wird so getan, weil leider Realität.
          Wenn man solche Entscheidungen nicht selbst fällt, ist es jedoch wohlfeil, jemanden Anderen mit „Folter!“ zu beschuldigen, der’s nun mal entscheiden muss.

        • Lakritze schreibt:

          Hat er nicht gesagt?
          … The last president, President Obama, said the U.S. does not torture. Will you say that?
          TRUMP: Well, I have a general who I have great respect for, General Mattis, who said — I was a little surprised — who said he’s not a believer in torture. … But I will tell you I have spoken to others in intelligence. And they are big believers in, as an example, waterboarding. …

          Im Interview geht es dann so weiter. Gist of it: der militärische Berater ist dagegen, „aber es funktioniert“.

        • aurorula a. schreibt:

          The last president, President Obama, said the U.S. does not torture.
          Kurze Zwischenfrage: bevor er gewählt wurde, hat ebenjener Obama versprochen, Guantanamo Bay abzuschaffen. Was er nicht tat, acht Jahre lang. Warum nicht?

        • Lakritze schreibt:

          Aristobulus, ich habe solche Entscheidungen, dem Himmel sei gedankt, nicht zu treffen. Aber ich lese, daß der leader of the free world nicht einmal pro forma für die Menschenrechte eintritt. Anscheinend ohne auch nur einen Gedanken daran, was das für ein Signal aussendet.

        • aurorula a. schreibt:

          Anscheinend ohne auch nur einen Gedanken daran, was das für ein Signal aussendet.
          Hm. Das ausgesendete Signal allein – siehe wie gerade gesagt Obama, der signalisiert daß er Folter nicht in Ordnung findet, und gleichzeitig Guantanamo Bay eben nicht schließt, obwohl im Wahlkampf versprochen (scheinheilig!) – ist genau nichts wert. Signale senden ist also überbewertet, könnte daraus geschlossen werden.
          Etwas literarischer formuliert: Der Worte sind genug gewechselt…

        • Muriel schreibt:

          @Aristobulos: Du nimmst also deine Behauptung zurück, dass er das nicht gesagt hat? Oder wie?

        • Aristobulus schreibt:

          Muriel, was sollen die gezielte Missversteherei und das plumpe Du?
          – Zum Thema: Trump hat allerklarstens NICHT gesagt, dass „Folter eine ganz prima Sache“ sei.
          So weit können Sie begreifen?

        • Muriel schreibt:

          Danke für die Antwort. Ich denke, wir beenden das Gespräch dann am besten auch gleich wieder. Das ist mir zu albern mit dir.

        • Aristobulus schreibt:

          Schade. Machen Sie das sonst auch so?, was zu knurren und aus ähemm Stilgründen gleich wieder zu verduften?

        • Muriel schreibt:

          Nee, es tut mir ja auch ein bisschen leid, aber ich krieg das nicht gut hin, so direkt zuzusehen, wie du dich hier zum Löffel machst. Das ist mir peinlich.

        • Aristobulus schreibt:

          Beleidigen ist freilich ’ne Lösung 😀 , wenn man wie Sie nicht begreift, was der Unterschied zwischen Etwas-gesagt-haben und Etwas-nicht-gesagt-haben ist.
          Alsdann.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Ich versuche mich ja aus diesem Schlagabtausch rauszuhalten, aber letztendlich ist das hier doch mein Blog und manchmal ist auch der Punkt erreicht, wo kein Statement auch eine Aussage ist, und ich möchte tunlichst vermeiden, dass irgendein Leser glaubt, ich könnte Aristobulus‘ Argumentation gutheißen.
          Und damit sind wir mitten im Thema: Wenn Trump über Folter wie über irgendeine x-beliebige bürokratische Maßnahme redet, dann klingt eben vor allem das mit, was nicht gesagt wird. Habe ich Streit mit meinem Nachbarn, und sage ich zu ihm: „Wir können darüber reden und die Sache klären, oder wir können die Sache vor Gericht klären, oder ich bringe Sie einfach um“, so wird man mir zurecht vorwerfen, Mord als gleichberechtigten Lösungsvorschlag zu betrachten, da hilft kein Rausreden. Ich verstehe nicht, wie man aus Trumps Aussagen zu Folter nicht eine grundsätzliche Akzeptanz dieser Methode heraus lesen kann. Und das ist für mich der Punkt: zwar möchte ich nicht bestreiten, dass es Situationen geben mag, in denen selbst ich Folter zustimmen könnte (wer Kinder hat findet sich schnell in solchen Gedankenspielen wieder) – aber grundsätzlich ist Folter ein No-Go, grundsätzlich ist alles abzulehnen, was uns die Menschlichkeit nimmt, und jeder einzelne Schritt über diese Schwelle darf nur eine begründete Ausnahme im Einzelfall sein; niemals darf Menschenunwürdiges grundsätzlich ok sein. Trump zeigt, dass es für ihn keine solche Schwelle gibt, und das ist unglaublich gefährlich. Erstens weil er große Macht hat, und zweitens weil er eine Vorbildfunktion erfüllt.
          Auch hat Trump diese Woche mit seinem pauschalen und offenbar in Teilen illegalen Einreiseverbot mal wieder offen gezeigt, dass ihm die Würde anderer Menschen schnurzegal ist, solange er den Macher raushängen lassen kann: Egal wie groß deine Not ist, ich helfe dir nicht, weil du aus einem Land kommst, in dem es besonders viele böse Menschen gibt, die gerade der Grund für deine Not sind.
          So ein …
          Inzwischen können wir nur alle hoffen, dass der Widerstand gegen Trump und seiner menschenverachtenden Politik erfolgreich ist.

        • Aristobulus schreibt:

          Es geht nicht um Folter! Es geht um Intensiv-Verhöre.
          Und nein, das ist keine beliebige Wortwahl. Es ist ein großer Unterschied.

          Insgleichen diese Assoziation von ‚Folter‘ gleich zu Mord erscheint reichlich unsachlich, nicht?

          – Zum Einreiseverbot: Ich werde nie verstehen, was solch ein Einreiseverbot mit „der Würde anderer Menschen“ zu tun haben soll, indem man diese Würde auf Einreisewillige bezieht. Es besteht nun mal kein Recht-an-sich, irgendwo einzureisen. Dafür sind Landesgrenzen da.
          Wer Leuten aus Ländern, aus denen überproportional viele Terroristen kommen, die Einreise nicht verweigert, der verhält sich menschenverachtend gegenüber den potenziellen Opfern eines Terroranschlags.

          Welches Argument gibt es, Jemeniten, Iranern, Libyern usf. einfach die Einreise zu erlauben?
          Hat man in den USA 1942 die Einreise von Japanern, Italienern und Deutschen erlaubt? Und hatte das etwas mit deren ‚Würde‘ zu tun?

        • aurorula a. schreibt:

          Wer Leuten aus Ländern, aus denen überproportional viele Terroristen kommen, die Einreise nicht verweigert, der verhält sich menschenverachtend gegenüber den potenziellen Opfern eines Terroranschlags.
          *stimmt zu*

        • aurorula a. schreibt:

          ein No-Go, grundsätzlich ist alles abzulehnen, was uns die Menschlichkeit nimmt,
          Dieser Satz klingt beinahe wie etwas recht ähnliches, das ein radikaler Veganer über „töten für Tierprodukte“ von sich geben könnte – einer, der sich noch nie den Balken eines Mähdreschers angesehen hat, nachdem das Feld abgeerntet ist. Inklusive der ganzen geschredderten Feldhamster, die den Mähdrescher angegriffen haben. Bevor er moralisch überlegen in die Müslischüssel beißt (manchmal auch ins Müsli mit Sojamilch drin). Oder ein veganer Biolandbaufan, der der Natur beleidigt ist daß die meisten Tiere im Biolandbau wegen ihres Dungs gehalten werden müssen, und sich dann entscheiden soll zwischen der Ablehnung von „Tierprodukten“ und der von „Chemie“. Beide angep… bis zum Anschlag, daß es in diesen Fällen einfach keine Rolle spielt, ob sie auf Schnitzel verzichten.

          Die Perversität des Universums strebt hier wie überall einem Maximum zu: „Du sollst nicht töten“ ist etwas, an dem zwangsläufig gescheitert werden muß. In etwas kleinerem Maßstab: „keine Tierhaltung!“ auch. Alles, worauf jemand hoffen kann, ist es, besser zu scheitern. Macht es jemanden weniger menschlich, Hunger zu haben und etwas essen zu müssen, ob Schnitzel oder Müsli? Natürlich nicht! Und das ist es, was ich mit „besser scheitern“ meine: der klassische Ausweg aus dem beschriebenen ganz großen Dilemma ist es, zu entdecken daß die korrekte Übersetzung kein absolutes „…nicht töten“, sondern ein sinnvolles „…nicht morden“ ist; aus dem kleineren, nicht absolut keine, sondern sinnvolle artgerechte Tierhaltung.
          Das, was hier nicht funktioniert, ist das absolute. Absolute Forderungen sind oft unmenschlich, nicht jemand der sie nicht erfüllen kann. Mehr als eine Religion und viele ethische Überlegungen formulieren das hochtrabend in Richtung „das Gesetz ist für den Menschen da, nicht der Mensch für das Gesetz“, aber die grundsätzliche Überlegung sollte verständlich sein.

          Ähnlich ist es beim Folterverbot. Macht es jemanden weniger menschlich, nicht in Stücke gesprengt, absichtlich überfahren, erschossen, zerstückelt oder sonstwie übelkeiterregend für eine Idee ins Jenseits befördert werden zu wollen? Natürlich nicht! Der Ausweg hier ein sinnvolles: „sei nicht sadistisch und grausam!“ statt eines absoluten: „keine Gewalt!“
          Bei welchem Stichwort mir ein britischer Witz einfällt (hier können doch alle Englisch? Meine Übersetzungskünste sind eher mies): Violence is the last resort of fools; because by the time fools finally resort to violence, it is too late for anything, even prayer.

          Auch war die Antwort, um die es ursprünglich ging, nicht „das ist großartig!“, sondern „es funktioniert“. Ein fundamentaler Unterschied, nämlich der zwischen Spaß dran oder nicht, und der Frage ob man in den quasi moralisch sauren Apfel beißt oder nicht.
          Letzteres, die Effektivität, wird auch hin und wieder angezweifelt – nicht ganz so oft wie es bei dem Thema um Moral geht, aber durchaus. Den Uralt-Krimi The Marcus Nelson Murders wird hier kaum jemand kennen (schade, es ist ein guter Film), deswegen etwas aktuelleres: Was macht Jack Bauer, wenn er seinen Hausschlüssel verlegt? Er schlägt sich zusammen, bis er sich verrät, wo er ihn hingetan hat.

          Nur weil es Fälle gibt, in denen Gewalt eine Lösung ist, heißt das nicht automatisch, daß jede(r) der das anerkennt sie immer für die beste oder überhaupt eine (sinnvolle) Lösung hält. Das wichtigere ist, nicht zu vergessen was erreicht werden soll (Menschenrechte für die, die nicht Opfer eines Verbrechens werden, das hätte verhindert werden können), und dann das Hirn anzuschalten was sinnvoll ist oder nicht, egal was „sinnvoll“ alles beinhalten kann. Fast wie im richtigen Leben. Oder, fall Ihr mir noch eine Anspielung erlaubt: sanft wie die Lämmer und klug wie die Schlangen – nicht umgekehrt klug wie die Lämmer und sanft wie die Schlangen…

        • Aristobulus schreibt:

          🙂
          Mitten auf den Punkt, Aurorula.

        • Aristobulus schreibt:

          Lakritze, warum nimmst Du dem Trump all das so gesondert übel, was Du beim Omaba nie erwähnt hattest?
          Selbstverständlich wurden unter Obama manche Gefangene, die etwas über geplante Anschläge oder über die Verstecke ihrer Bosse wussten, gezielt unter Druck gesetzt.
          Wer das hningegen nicht unternimmt, muss es verantworten, dass daraufhin der Anschlag gelingt.
          Das kann keiner wollen.

          P.S.
          Menschenrechte. Wieso Menschenrechte? Was hat Trump schon wieder angestellt wegen Menschenrechten-?

          À propos Menschenrechte. Was ist mit den Menschenrechten der mit Maschinengewehren Ermordeten von Orlando? Was ist mit den Menschenrechten der 15 Zermatschten vom Berliner Breitscheidplatz? Was ist mit den Menschenrechten der hunderte Israelis, die im vorigen Jahr plötzlich von Messern gestochen und von Autos überfahren wurden?

          Es ist wohlfeil, nur in die eine Richtung „Menschenrechte!“ zu rufen, in die andere aber so gar nichts.

        • Lakritze schreibt:

          Do I think it works? Absolutely. Nicht prima?

        • Aristobulus schreibt:

          Nein!
          Dieses „er findet’s ganz prima“ ist einfach ’ne Unterstellung.

          „Aber ich lese, daß der leader of the free world nicht einmal pro forma für die Menschenrechte eintritt.“ Und? Was ist so schlimm daran, dass er keineswegs so verlogen ist wie Obama, der das Eine sagte und das Andere machte?
          Übrigens ist es doch einfach Unsinn zu behaupten, er trete nicht für die Menschenrechte ein. Wo hast Du das gelesen? Wer sagt das?

        • Lakritze schreibt:

          Artikel 5 (Verbot der Folter): Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.
          Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: das Oberhaupt des Staates, der sich gern als der führende der freien Welt sieht, erklärt im ersten Fernsehinterview im Amt zum Beispiel, er wundere sich, daß ein General sich gegen die Folter ausspricht. Nein, nicht in Ordnung. Auf sehr vielen Ebenen.
          Und ja, ich erwarte von Menschen in Machtpositionen Verantwortlichkeit. Schon mit so Kleinigkeiten wie Worten. Das ist keine Frage von Meinungen, Parteien, Lagern; eher so etwas wie Anstand.
          Aber da sind nun der Worte mehr als genug gewechselt.

        • Aristobulus schreibt:

          Bei dem Thema geht es so: Das Ideal gegen die Realität.
          Wie wird man sich entscheiden, wenn Realität überhandnimmt?

        • Lakritze schreibt:

          Aurorula, das ist eine gute Frage; die Antwort wüßte ich auch gern.

        • Muriel schreibt:

          Ich hatte ja als Kind mal einen Teddy, der hieß Pudding. Wüsste zu gerne, was aus dem geworden ist…

        • Aristobulus schreibt:

          Er hat die intensiven Verhöre nicht ausgehalten und platzte aus den Nähten?

        • Aristobulus schreibt:

          Es könnte jedoch auch beim Teddybärenweitwurf auf Syrer passiert sein.
          Viele, viele Teddybären wurden auf diese teddybärenverachtende Weise mitten aus dem Dasein gerissen.

        • Lakritze schreibt:

          Wer Leuten aus Ländern, aus denen überproportional viele Terroristen kommen, die Einreise nicht verweigert, der verhält sich menschenverachtend gegenüber den potenziellen Opfern eines Terroranschlags.
          A-hem.

        • Aristobulus schreibt:

          Warum wird in dieser Gegenüberstellung ein ganz irrealer Scheinbezug hergestellt, der nicht existiert?
          Selbst wenn man keine Geheimdienstinformationen hat, ist es offensichtlich, dass aktuell die größte Terrorgefahr aus just den sieben mohammedanischen Ländern kommt.
          Warum wird hingegen von den Linken alles nur Mögliche versucht, um Trump reinzuwürgen, er mache alles falsch?

          Ich sag Dir mal, Lakritze, worum es da geht. Es geht um mohammedanische Einwanderung. Die ist nicht irgend eine italienische oder chinesische Einwanderung. Inwiefern nicht: Es werden erst Parallelgesellschaften mit innerer Hackordnung gebildet, die, wenn sie groß genug geworden sind, ihre Hackordnung nach außen tragen, um überall mehr Scharia, mehr Frauenhass, mehr Rücksichtnahme auf den Koran fordern – und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit.
          Also giftet sich die mohammedanische Welt gegen jeden, der das verhindert. Merkwürdigerweise mit vorauseilender Unterstützung der linken, narzissmuszerfressenen Bessermenschen. Derzeit beherrschen diese Leute draußen die Straßen. Solche derart hasserfüllte Fressen. Nur auf Neonaziaufmärschen hab ich bisher diese pure Vernichtungslust und Dämonisiererei gesehen.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Wusste gar nicht, dass Angela Merkel eine Linke ist. Oder John McCain.
          Oder aber man muss doch nicht besonders links sein, um zu erkennen, dass Trumps „Strategie“ so wirkungslos gegen den Terror wie brandgefährlich ist. Und dass diese sinnlose Maßnahme nebenbei auch noch das Leiden zahlreicher Notleidenden in Kauf zieht, macht diese in der Tat „menschenverachtend“, um dieses Wort noch mal anzubringen. Und große Ironie: da Trump damit den Terror weiter anheizt, schadet er auch seine eigenen Bürger, statt sie zu schützen.
          Ach, was wäre es schön, wenn so simple Ansätze auch funktionieren würden.
          Ich fürchte, wir werden abwarten und das Beste hoffen mü
          ssen.

        • Aristobulus schreibt:

          … da versuche ich in dem Halbsatz „und große Ironie“ mal keine halbe Schadenfreude zu lesen.
          Pardon Pfeffermatz für die Unterstellung!, aber sie liegt so in der Wortwahl.

          Deine Verdammung des Trumpschen Initiative verstehe ich überhaupt nicht, denn sie beruht ja nicht auf Tatsachen. Tatsachen sind diese: Obama hat in den ersten Jahren des syrischen Bürgerkriegs jährlich 20 bis 30 syrische Flüchtlinge ins Land gelassen. Ja!, da fehlen keine vier Nullen. Zwanzig bis dreißig. Pro Jahr. Das hat Dich und Andere in keiner Weise gestört. Ihr habt Obama genauso als Heilsbringer gesehen, wie Ihr Trump heute als menschenverachtenden Dämon seht.

          „…ebenso wirkungslos gegen den Terror wie brandgefährlich ist“. Bitte? Gegen Terror wirkt bekanntlich am Besten, jene nicht hereinzulassen, die den Terror machen. Laut leider seriösen Umfragen sind 85% etwa der Syrer, die nach Deutschland hereingewunken wurden, gewaltbereite Frauenhasser, Judenhasser und Schwulenhasser, und sie verachten die Kaffern (Ungläubigen). Wie brandgefährlich und terrorbewirkend ist es also, Leute aus Gebieten wie Syrien, Jemen, Somalia usf. ins Land zu lassen?

          Der Terrorist vom Berliner Breitscheidplatz (den Trumdämonisiererer nie nennen, sie blenden ihn einfach aus!) war just einer von jenen. Hätten die Merkels ihn nicht hereingelassen, würden die 15 Zerquetschten noch leben. Hätten die Franzosen den Mohammed Merah (sein Name sei ausgetilgt) beizeiten als Terroristen ausgewiesen, hätte er nicht drei jüdischen Kindern in die Köpfe schießen können. Hätte man die Attentäter von Paris, Brüssel usf. nicht hereingelassen: Undsoweiter, undsofort.
          Das sind Tatsachen.
          Das Trumpbashing hingegen ist eine reine Fantasie, die von den Tatsachen ablenken soll.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Jeder findet die seriöse Auswertung, die sein Vorurteil bedient. Ich zum Beispiel diese hier.
          Obama habe ich übrigens noch mit keinem Wort erwähnt; ich finde diese Unterstellungen schwierig.
          Davon abgesehen diskutieren wir hier über Wertigkeiten, und diese Differenzen werden wir hier nicht auflösen können. Selbst wenn es zu einem weiteren großen Terroranschlag in den USA oder bei uns kommen sollte, werden die einen den Grund dafür in der mitgebrachten Kultur und fehlendem Integrationswillen der Flüchtlinge sehen, andere in schlechter Polizeiarbeit oder unzureichender Gesetzgebung, andere in fehlender Integrationsarbeit seitens des aufnehmenden Staates, und wieder andere in die trumpsche Aufheizung. Ich persönlich glaube weiterhin, dass integrationswillige Moslems die besten Verbündeten im Kampf gegen die islamistischen Bedrohungen sind, so dass die Herausforderung darin liegt, diese Ressource zu nutzen.

        • aurorula a. schreibt:

          Jeder findet die seriöse Auswertung, die sein Vorurteil bedient.
          Eine Auswertung, Umfrage oder Studie kann man vielleicht anzweifeln, aber wie wäre es mit gleich siebzehn Umfragen:

          (bis zwanzig, in manchen Fällen bin ich mir nicht sicher, ob die jeweiligen Daten von einer Umfrage oder mehreren stammen; es wird angegeben, aber sehr schnell)

          Ich persönlich glaube weiterhin, dass integrationswillige Moslems die besten Verbündeten im Kampf gegen die islamistischen Bedrohungen sind,
          Ich nicht. Warum? Weil sie ohrenbetäubend schweigen. Nicht nur hier und jetzt bei uns, auch in Ländern wie dem Libanon oder Nigeria, die bis vor kurzem noch christliche Mehrheiten hatten, war das zu beobachten, daß von innerislamischer Seite nichts kam, um den Terror aufzuhalten. Nichts. Rayond Ibrahim dröselt das – a propos Auswertungen – noch numerisch auf:
          http://raymondibrahim.com/2013/05/28/islams-rule-of-numbers-and-the-london-beheading/
          Dann gibt es noch einige Beispiele von namhaften islamischen Universitäten, die mehr oder weniger fragen, ob sie jetzt Fatwas gegen sich selbst aussprechen sollen (Links auf Wunsch). Kurz gefasst entspricht unsere Vorstellung eines „guten“ Anhängers des Islams der innerislamischen Vorstellung eines extrem schlechten Menschen. Und umgekehrt. Übersetzt heißt das: Lebensgefahr! für genau die Leute, die hier als beste Verbündete gesehen werden. Ausgehend von genau denen, auf die sie mäßigend einwirken sollten. Der Westen muß sie vor den Radikalen schützen, und nicht umgekehrt. Was alle bestätigen, die tatsächlich vor dem Terror geflohen sind.

          A propos Flucht, um wieder zu den Trumpschen Einreiseverboten zu kommen, ist mir heute ein Link in die Mehlbox geflattert, der die Frage stellt, warum bei anderen Ländern die Einreiseverbote verhängen das Schweigen mal wieder ohrenbetäubend ist, nur beim neuen Ersatz-Bush wird geschrien: https://tapferimnirgendwo.com/2017/02/01/das-einreiseverbot-trifft-auch-europa/
          Die Frage ist berechtigt.

          Obama habe ich übrigens noch mit keinem Wort erwähnt;
          Nein, das war ich, als ich Lakritze und mich (wüßte ich nicht von Obamas Einstellung zur Wahrheit, wäre das etwas ratlos gewesen) gefragt habe, warum Obama denn Guantanamo Bay nicht geschlossen hat, obwohl das eines der zentralen seiner Wahlkampfversprechen war; und trotzdem demonstrativ behauptet hat, die USA folterten nicht. Lakritze hatte Trump in dieser Frage mit seinem Amtsvorgänger verglichen.

          Davon abgesehen diskutieren wir hier über Wertigkeiten Äh, nichtböseseinbitte, kann mir jemand das Wort „Wertigkeit(en)“ erläutern (nicht die aus der Chemie, die kenne ich selber) in dem Zusammenhang? Spontan hätte ich geschlossen: Werte? Wie in „moralische Grundsätze“?

        • Pfeffermatz schreibt:

          Der Artikel von Raymond Ibrahim war sehr erhellend. Endlich weiß ich, woher die islamfeindlichen Tiraden abgeschrieben werden. Interessant (nee, eigentlich lächerlich) dass Amerika wegen seiner geringen Moslemquote als weniger gewalttätig als Europa dargestellt wird! Passt ja zu Trumps Bild eines in Chaos versunkenen Europas.

        • Aristobulus schreibt:

          Pfeffermatz. Das interessiert Dich ja alles so gar nicht. Pardon, nein keine Unterstellung weil Feststellung, aber Pardon für’s Unfreundlichklingen dieser Feststellung.
          Du weißt nämlich schon alles. Also musst Du Dich nicht mit Spezialisten wie Raymond Ibrahim beschäftigen. Egal, was er (oder Wafa Sultan, Brigitte Gabriel, Ayan Hirsi Ali, Hamed Abdel-Samad) sagen oder, wie seriös sie sind, oder wieviel sie durchgemacht haben: Du hast Deine Meinung über allerlei Rassisten, Menschenverächter und islamfeindliche Tiradeure, nicht?
          Tatsachen, ah, die sind anstrengend.

          Bist Du islamfreundlich? Was findest Du am Islam? Meinst Du, dass Ayatollah Khomeini Recht hatte, als er „Islamophobie!“ als rassistisches Verbrechen gebrandmarkt hat? Meinst Du, dass Obama Recht hatte, als er 2012 in Kairo erklärte, dass jede Schmähung des Propheten Mohammed nicht sein dürfe? Obama hat mit dem koranischen Ausdruck Schmähung (slander) just Kritik an der Praxis des Islams gemeint.
          Tja, das ist islamfreundlich.

          Islamneutral könntest Du freilich sein. Als Neutralen interessiert es nicht besonders, dass fast 100% aller Terroristen Allahu-Akbar schreien, wenn sie mal wieder wen ermorden. Als Neutraler muss man sich auch nicht wegen der nächsten Messerattacke gegen Juden sorgen.
          Muss angenehm sein, so neutral.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Ich stehe Relegionen eigentlich grundsätzlich skeptisch gegenüber. Und dem heutigen Islam mehr als dem Christentum. Und ich sorge mich in der Tat um den Islamismus und habe auch große Angst vor Terroranschlägen.
          Die Frage ist, welche Schlüsse man daraus zieht. Und da sind wir nun mal grundsätzlich anderer Meinung.
          Ich finde, dass diese Diskussion ihre Nützlichkeit überschritten hat, wir werden einander nicht überzeugen, nur der Ton wird härter.
          Lass uns hier mal einen Schlussstrich ziehen.

        • Aristobulus schreibt:

          … für mich ist diese Diskussion sehr nützlich, denn ich erfahre hier vöiigig conttre cœur das siebenhundertundsechsundachtzigste Détail, weswegen ich über Euch linken Mehrheitsdeutschen bloß noch den Kopf schüttele und genau weiß: Unter Euch hätte ich als Jude nicht den Hauch einer Chance!, sofern irgendwer meinereinem mal wieder was wollen würde.
          Ich weiß, das schockiert Dich jetzt nicht, das lässt Dich ziemlich kalt. Das Thema ist für Dich beendet.
          Tja!

          Und welche Schlüsse ziehst Du nun aus dem Bedrohtsein durch islamischen Terrorismus – ces aveux hab ich Dir immerhin aus der Nase ziehen können. Also Schlüsse ziehen, Du ziehst ja ganz andere, steht da. Welche das nun seien, steht da aber nicht.
          Also Leute reinlassen und wegsehen, weiter Millionen und Millionen an Leute wie Abbas bezahlen und die Meinungsfreiheit für Kritiker weiter einschränken, schätze ich. Den Kopf in den Sand stecken, links wählen, sonst privatim sein und hoffen, dass die Anderen zuerst dran sind, und dass man selber noch etwas verschont werde.

          Mein Großvater Arthur Cohn ist nicht rechtzeitig geflohen. Er hat auch abgewartet, dachte wohl, die Deutschen sind kultivierte Leute, es ist sicher unter den Deutschen. Man hat ihn ermordet und seine Söhne ins KZ getan.

        • Pfeffermatz schreibt:

          Doch, es schockiert mich tatsächlich, mit was für Keulen du nach deinen Mitmenschen wirfst, die für eine differenziertere Betrachtung werben und vor allzu einfachen Lösungen warnen, bei denen Öl ins Feuer gegossen wird. Die bereit sind, zu akzeptieren, dass es manchmal keine einfache Lösung gibt, sondern nur die stetige Suche nach einer besseren. Und es macht mich betroffen
          Damit reihe ich mich bei denen .ein, die sich nicht auf dieser verletzenden Art unterhalten möchten.

        • Muriel schreibt:

          Das hast du schön gesagt, auch wenn deine wohl gewählten Worte natürlich Perlen vor die Trolle sind.

        • Aristobulus schreibt:

          Lustig eigentlich, wenn Trolle Trolle Trolle nennen.

          Gut, der Jude gelte somit als Troll. Quod dixit Muriel, die konstruktivste seriöseste Diskussionsgestalt unter der Sonne.

        • Aristobulus schreibt:

          Ach so, noch was: Man hat mich hier SAU genannt. Perlen vor die.
          Judensau? Nu, das kenne ich schon.

          Ich bin dann mal hier weg. Viel Vergügen noch allerseits. Ihr dürft jetzt ungestört vom Leder ziehen, so wie in der Eckkneipe, wegen all des Ungemachs und Unwohlfühls, das ich Euch aufgehalst habe.
          Der schwierige, störende Jud‘ ist endlich weg.

        • aurorula a. schreibt:

          natürlich Perlen vor die Trolle
          Während ich dann den T(r)ol(l)kien dazu gebe.

          Nur eine Frage noch zum Schluss: wo wart Ihr im Sommer 2014?

        • Aristobulus schreibt:

          Die Verfolgung Anderer hat Dich verletzt?
          Das tut mir Leid.

          Ich halte Deinen letzten Kommentar für reine Abwehr, für ein reines Dich selbst in die Tasche ähm Ziehen.

        • aurorula a. schreibt:

          Endlich weiß ich, woher die islamfeindlichen Tiraden abgeschrieben werden.
          Die Umfragen die Ben Shapiro zitiert ergaben dieselben Werte. Und waren ca. vier Jahre älter als Raymond Ibrahims Zahlen.

        • Aristobulus schreibt:

          Mein Kommentar von ca. 00:58 ist verschwunden?

        • Aristobulus schreibt:

          Ah, da ist er ja jetzt.

        • aurorula a. schreibt:

          Äh, Lakritze? Mohammed Atta, der Attentäter vom 11. September, kam aus Hamburg, da war nämlich die Terrorzelle, die das ausgeheckt hat. Das ist (glücklicherweise) nicht im Vereinigten Saudi Arabischen Libanesischen Ägypten.
          Ich sehe was damit ausgedrückt werden soll, auch Hamburg liegt schließlich nicht in den Ländern mit Einreisesperre; leider hat es wenig Einfluß auf die direkte Ankündigung/Drohung des IS, Terroristen unter die Flüchtlinge aus den genannten Bürgerkriegsgebieten zu schleusen. Übrigens: wer arabisch (übersetzen lassen) kann, konnte schon länger Angebereien in dieser Richtung überall im Internet lesen, das ist wirklich kein Geheimnis.
          Das mit den Attentaten vom 11. September durcheinanderzuwerfen ist das, was mein Freund Hessenhenker als einen „keine-Eisbären-in-Tansania-Beweis“ bezeichnen würde: es wird lang und breit bewiesen, daß und warum es in Tansania keine Eisbären gibt; und fertig ist der Beweis, daß Eisbären Sagengestalten sind.

        • Lakritze schreibt:

          Aurorula, fürs Protokoll: Ich habe keinerlei Vergleiche mit Obama gezogen; wie(so) auch.

    5. Solminore schreibt:

      @Aristobulus: „Bei dem Thema geht es so: Das Ideal gegen die Realität.
      Wie wird man sich entscheiden, wenn Realität überhandnimmt?“

      In der Realität gibt es nur den Stärkeren und Naturgesetze. Alles andere ist Erzählung. Recht, Gesetz, öffentliche Ordnung, Steuern, Solidarität, Polizeigewalt und -legitimation, Richter und Gerichte, Regierungen, Gerechtigkeit, Ungerechtigkeit, Ladenöffnungszeiten, alles Ideale. Nix davon ist „real“. Es sei denn, genügend Menschen glauben daran.

      • Aristobulus schreibt:

        Leider nein, Solminore (netter Name übrigens!). Ich hatte Realität geschrieben – und nicht Natur. In der Natur, so wie Amalek sie sah und so wie Jean-Jacques Rousseau sie unter anderen Blickwinkeln gern sehen wollte, herrschen das Recht des Stärkeren ebenso wie die gegenseitige Hilfe (laut Bakunin), da herrschen Fressen und Gefressenwerden, und da herrschen Sklaverei und Qual und maßlose Lust auch am Bösen und Unterwerfung und die Herrschaft selbst.

        Dagegen, gegen diese bloße Natur, stehen die Zehn Gebote mit ihrer Festlegung, dass jeder, ob Pharao oder Landarbeiterin, das Recht auf einen freien Tag habe (damit wird die allgemeine Gleichheit jedes menschlichen Individuums vor dem Gesetz vorgeschrieben), und Institutionen wie Gerichte, Steuerverwaltung, Tempelopfer, Geschäftsregelungen usf. erwuchsen just daraus (bis heute), um das Individualrecht durchzusetzen und zu garantieren.

        Hier in der Trumpdiskussion ging es jedoch um etwas Anderes: Um das Ideal versus Realität. Real ist etwa dieses: Vor Ihnen sitzt z.B. Marwan Barghouti, vor zehn Minuten gefangengenommen, und er weiß, a) wann b) wer c) auf welche Weise grad d) welches Attentat e) wo vorbereitet. Sie stehen vor dieser realen Bestie mitsamt Ihren eigenen Idealen. Was machen Sie, um ihn zum Reden zu bringen? Wie weit werden Sie gehen?
        Wenn Sie nämlich nicht weit genug gehen und nicht erfahren, wie das Attentat zu verhindern sei, werden 74 Passanten auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv sterben, oder im Bataclan in Paris, oder auf dem Berliner Breitscheidplatz.

        Was haben irgend Ideale gebracht, wem haben sie genützt, wen haben sie gerettet, wenn man die Realität nicht wahrhaben will?

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