Wie Teenagerinnen sind

Tochter fragt, ob es heute warm genug für eine kurze Hose zur Schule ist. Papa denkt „ja“, sagt aber „nein“, weil die vorgeführte Hose wirklich kurz ist. Zu meiner Überraschung akzeptiert Tochter meine Empfehlung.

Fünf Minuten später verlässt Tochter mit langer Hose das Haus und erzählt vorher noch ganz atemlos:

A. hat auf WhatsApp gefragt, ob jemand heute in kurzer Hose zur Schule kommt, und B. und C. und ich sagten „nein“, und dann sagte D.: „O mein Gott, ich habe eine kurze Hose an und stehe schon an der Haltestelle, jetzt muss ich umdrehen und eine andere Hose holen, denn ich kann nicht als Einzige heute mit kurzer Hose kommen, und jetzt verpasse ich meinen Bus!“

Aha. Ich bin ein Mann, ich muss das nicht verstehen 🙂

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Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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17 Antworten zu Wie Teenagerinnen sind

  1. Anhora schreibt:

    *lach* Hätte es früher schon WhatsApp gegeben, hätte ich mir manchen Sch…tag wegen falscher Klamotten sparen können. 😉

    • Pfeffermatz schreibt:

      Und „falsch“ heißt nicht cliquenkonform?

      • Anhora schreibt:

        Falsch heißt einfach falsch. Man kann an nichts anderes denken als an das falsche Bild, das man abgibt. Je jünger man ist, desto stärker benötigt man eben die Sicherheit durch Gruppenzugehörigkeit. Im Lauf des Alterns gibt sich das dann ja. 😉

      • Pfeffermatz schreibt:

        Das scheint mir auch so. Das gibt sich nicht alleine durchs Altern, sondern insbesondere durch die Erfahrung mit wechselndem Freundeskreisen und wechselnden Regeln: jede Regel und jede Zugehörigkeit ist relativ.

      • Anhora schreibt:

        Und bis es so weit ist, dass man die Regeln beherrscht, hockt man halt bei manchem Anlass unwohl herum. Oder bist du noch nie irgendwo im Business-Outfit erschienen, und alle andern schlappten in T-Shirt und kurzen Hosen (!) daher? Das hätte ein WhatsApp-Check verhindert. 😉

      • Pfeffermatz schreibt:

        Alles schon passiert, und umgekehrt. Meine Tochter erzählt, dass sie und ihre Freundinnen morgens schon mal schnell Snapchat-Fotos verschicken, wenn sie wissen wollen, ob „die Hose mit dem Hemd geht“. Schöne neue Welt!

      • Anhora schreibt:

        Ich finde, es gibt Schlimmeres. Teenies waren immer schon so, ob mit oder ohne WhatsApp. 😉

      • Pfeffermatz schreibt:

        Bin ja selber überrascht, wieviel Resonanz dieser kurzer spontaner Post erzeugt. Da ist doch irgendwo ein Nerv…

      • Anhora schreibt:

        So ging es mir, als ich kürzlich beim Friseur war und spontan davon erzählte. Da traf ich auch einen Nerv …
        Wenn wir das systematisieren könnten, würden wir zu Influencern werden. 😉

  2. franhunne4u schreibt:

    Ratschlag von einer Nicht-Mutter:
    Ist doch noch besser, dem Kind beizubringen, was in der Schule geht, und was nicht, und warum. Schule = Arbeitsumgebung = Dresscode. Eben nicht herum laufen wie am Strand oder auf ner Party. Es gibt Gelegenheiten für „zu kurze“ Hosen – und Gelegenheiten, wo sie eben nicht gehen. Das Gleiche gilt für Röcke und Kleider.
    Ich bin ja der Meinung, Mini, geht, aber nur, wenn er direkt überm Knie endet. Alles kürzer ist Freizeitkleidung.
    Man geht ja auch nicht im Pyjama zur Schule.

    • Pfeffermatz schreibt:

      Und manche kommen in Schlabberturnhosen – ein Kleidungsstücke, welches ich auch nicht für außerhäusliche Aktivitäten (geschweige für Schule) für geeignet halte. Auf die Idee kommt meine Tochter glücklicherweise nicht.

  3. Muriel schreibt:

    Oh.
    Oh.
    Ich will dir DA jetzt mal ganz ehrlich sagen, diesen Post seh ich eher problematisch. Schon von der Überschrift her. Und vom Inhalt. Eiei.
    Also.
    Nee.
    Den Sexismus und so find ich hier wirklich zu doll und sehr ärgerlich.
    (Lieb gemeint.)

    • Pfeffermatz schreibt:

      Dann stelle ich hier lieber klar, dass sämtliche Aussagen beide Geschlechter umfassen und ich hier nur aus Gründen der Gleichberechtigung stets die weibliche Form verwendet habe 😉

      • Pfeffermatz schreibt:

        Dann bin ich froh, dass meine Tochter und ihre Clique eher humorvoll und unverkrampft mit dem Thema Geschlechterrollen umgehen!

  4. Muriel schreibt:

    Das freut mich außerordentlich. Ich bin jedenfalls humorvoll und unverkrampft raus hier. Viel Spaß noch.

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