Spontane Schnitzeljagd

Letztes Wochenende haben wir spontan Schnitzeljagde für die Jungs im Haus veranstaltet. Einfach ein paar Notizzettel bekritzelt und ein Ü-Ei versteckt.

Es fing damit an, dass unser dreijähriger Kevin-Conan (ja, das ist ein Alias) einen Schatz heben wollte. Daraus hat meine Frau eine Schnitzeljagd gemacht, deren Sinn unser Kleiner aber nicht unbedingt verstand.

„Hier kannst du dich ausruhen“, lesen wir vor. Darauf: „Ich will mich nicht ausruhen“, dann „Ich will mich in der Küche ausruhen“, schließlich „Bett? Ich will nicht ins Bett!“ Außerdem war jeder Zettel Schatz genug, oder irgendwas in der Nähe des Zettels wurde als Schatz deklariert. Die Idee des sequentiellen Abarbeitens von Denkaufgaben blieb ihm als Dreijähriger unklar. Trotzdem hat ihm das Schoko-Ei geschmeckt 🙂

Dann habe ich ein paar Zettel für meinen Zwölfjährigen entworfen. Hier eine Auswahl:

Die Lösungen:

  • Oben links: Das sind Zeichen, die auf unserer Mikrowelle zu sehen sind. War schwer.
  • Oben rechts: Den Koffer mit der Bohrmaschine. Zu einfach.
  • Unten links: Eine Packung Nescafé in unseren Kaffeeschrank. Erstaunlich schwer, aber ein Kind hat ja noch nicht diese innige Beziehung zu Kaffee!
  • Ein bestimmter Schuh (Ansicht von hinten). Schwer aber sehr lohnenswert, da wurde viel in Schuhschränken gewühlt.

Weitere Hinweise waren:

  • Der Titel eines Buchs. Der nächste Hinweis steckte dann zwischen den Seiten. Dies funktioniert auch bei den Kleinen, K-C weiß jedenfalls sofort, wo Conny tut dies und das zu finden ist. Der nächste Hinweis könnte sogar ein bestimmtes Wort im Buch sein, dann müsste man neben dem Titel auch Seite und wievieltes Wort angeben (für die Größeren). Zum Titel: wie wäre es mit „MUC 237, jeweils eins runter“. Die Lösung wäre dann LTB 126 („Donald, der Pechvogel“).
  • Die Zahl 88. Mir war klar, dass damit nur das Klavier gemeint sein könnte, mein Großer konnte mit der Zahl allerdings nichts anfangen. Also habe ich ihn googeln lassen, und raus kamem allerhand Infos über den Neonazismus.
    War also keine so tolle Idee, ich hätte lieber ein paar Klaviertasten aufmalen sollen.

Mein zwölfjähriger Sohn wollte dann auch was verstecken und malen. Seine Verstecke
IMG_20180518_083603.jpgwaren unter anderem in einer Dose Stapelchips, in einer Teebeutel-Schachtel, unter dem Drucker-Deckel. Und in der Tiefkühltruhe unter einer Schachtel TK-Gemüse (insgesamt sehr küchenorientiert).

Außerdem gab es

  • einen Zettel mit einem Buchtitel. Das Buch hatte er aber vorher wo anders hingelegt 😦
  • einen Zettel mit „Paris 1927“. Dies bezog sich auf einen gerahmtes Bild (ein Fotodruck) von der Spirit of St. Louis, wie sie über den Eiffelturm fliegt, welches bei uns im Flur hängt,
  • einen Zettel mit der stilisierten Darstellung des Display eines unserer Telefon-Mobilteile, un unserem Fall also ein Rechteck mit einem Begriff drin. Da musst ich etwas grübeln – mein Lieblingshinweis!

 

Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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Eine Antwort zu Spontane Schnitzeljagd

  1. Anhora schreibt:

    Da ist es wohl mit dir durchgegangen! (Eltern können so gemein sein …) 😉

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