Mit Kindern im Restaurant

Mit Kindern ins Restaurant zu gehen, ist ja so eine Sache. Und was für eine Sache genau, hängt vom Alter der Kinder ab.

Säuglinge… naja. Die schreien und nuckeln und schlafen und schreien wieder, egal ob im Restaurant oder woanders. Kleinkinder, die schon Brei essen, sind nur insofern schwierig, dass man den Kellner fragen muss, ob sie in der Küche den Brei erwärmen können. Tun sie immer, selbst beim schottischen Schnellimbiss, und manchmal ist das super, und manchmal ist es kalt und manchmal brühend heiß. Aber darauf will ich gar nicht hinaus.

Irgendwann essen die Kinder richtig à la carte mit. Und dann wird’s spannend. Ob das Kind tatsächlich das essen wird, was es bestellt hat, oder ob es beim Anblick der heiß geliebten Spaghetti Bolognese in Tränen ausbrechen wird, weil der Farbton der Soße ungewohnt ist, kann keiner vorhersagen. Aber selbst darauf will ich eigentlich gar nicht hinaus, sondern:

Ich war so glücklich, als meine Kinder alt genug waren, leckere Sachen zu bestellen, aber noch zu klein waren, um diese ganz aufzuessen! Für mich als Familienvater-Und-Amtlicher-Aufesser kam das einem Buffet gleich! Je mehr Kinder, desto besser 🙂 Ich machte meine eigene Bestellung von denen der Kinder abhängig, so dass mein Buffet möglichst abwechslungsreich wurde. Du Pizza Prosciutto, du Pizza mit Gemüse, dann ich Nudeln mit Meeresfrüchten. Endlich war das Pizza-Paradoxon durchbrochen (einer meiner ersten Beiträge hier, da geht es darum, dass ich immer die gleiche Pizza bestelle, weil es doch am leckersten ist, obwohl ich in Summe gesehen gerne abwechslungsreicher bestellen würde).

Aber dann…. 😦 Irgendwann…. Es fällt mir schwer, hier die richtigen Worte zu finden.

Irgendwann… essen die Kinder alles selber auf! Und wenn sie männlich und in der Pubertät sind, dann verkehren sich sogar die Verhältnisse und sie wollen von meiner Pizza essen!

Davor warnt einem wieder niemand, wenn man Kinder in die Welt setzt.

Über Pfeffermatz

... ist ein schokonalytischer Glühwurstematiker.
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8 Antworten zu Mit Kindern im Restaurant

  1. Mindsplint schreibt:

    Herzzerreißend…. 🙂

    • Pfeffermatz schreibt:

      Es war wirklich eine erschütternde Erkenntnis. Aber ich habe ja neben den zwei Großen noch einen vierjährigen Nachzügler, aber der isst seine Kinderspaghetti auch ganz auf.

  2. franhunne4u schreibt:

    Was soll ich dazu sagen? Denn … es ist eine altbekannte Tatsache, dass pubertierender Nachwuchs mehr Essen isst, als man in den Kühlschrank nachladen kann.

  3. Lo schreibt:

    Kinder geben einem so viel zurück.
    Leergegessene Teller zu Beispiel.
    Oder Bonbonpapier.
    😉

  4. Anhora schreibt:

    Ja, das Leben ist eines der härtesten …

  5. John Reed schreibt:

    Ohne Kinder, wäre das Leben nur halb so schön. Ich will sie nicht vermissen.

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