Stellungsnahme des Verbands deutscher Homöopathen zum herrlichen Sündenfall

Heiko Herrlich – „Ich schäme mich auch dafür“: http://sz.de/1.3802057

Der jüngste Vorfall im DFB-Pokalspiel zwischen Leverkusen und Mönchengladbach zeugt einmal wieder vom tiefen Unkenntnis der deutschen Allgemeinheit gegenüber grundlegendster und selbstverständlichster physikalischer Prinzipien, wie seit Jahrhunderten äußerst erfolgreich in der sogenannten alternativen Medizin angewendet werden.

Selbst der Betroffene, der leverkusener Trainer Heiko Herrlich, steht dem Phänomen der plötzlichen, zum Sturz führenden Krafteinwirkung ratlos gegenüber und sieht keinen anderen Ausweg, als sich selber als „blöd“ zu bezeichnen und um Entschuldigung zu bitten. Derweil ermittelt der DFB gegen ihn, statt die Urprinzipien der Natur zur Verantwortung zu ziehen!

Dabei ist für jeden Zuschauer ersichtlich, dass Herrlich erst zu Boden fällt, Sekunden nachdem er vom Stürmer Zakaria leicht berührt wird – somit kann diese Berührung nicht ursächlich für den Sturz verantwortlich sein!

Wir, der Verband homöopathischer Deutscher, möchten diesen „Fall“ nun aufklären.

Mittels hochmoderner Technik, darunter Superultrazeitlupe, hochauflösender Kameras und fortgeschrittenster Aurabestimmungsgerätschaften haben wir folgende Sachverhalte aufdecken können:

  1. Von Zakarias Hand löst sich ein minimaler Hautfetzen, bestehend aus abgestorbenen Hautzellen, die seit Jahren integraler Bestandteil Zakarias waren und somit als Abbild des Ganzen die gesamte Information des Stürmers in sich tragen.
  2. Kurz vor dem Ablösen des Hautfetzens bremst Zakaria ab, womit die gesamte Bewegungsenergie aus 75 Minuten intensivsten Hochleistungssports in Schwingungsinformation umgewandelt werden.
  3. Diese ungeheure Energie trägt nun der Hautfetzen in sich, durch seine minimale Größe aber maximal potenziert!
  4. Kurz vorher löst sich ebenfalls eine Daune aus Herrliche Anorak, den dieser schon seit Jahren trägt! Diese Daune trägt zweifelsohne tiefgehende Informationen des Trainers in sich und steht, jahrelang so nah am Körper getragen, stellvertretend für sein körperliches Wohlbefinden.
  5. Sekunden nach der physischen Berührung, also direkt vor dem Sturz, fliegen Hautfetzen und Daune in unmittelbarer Nähe aneinander vorbei, die Auren der beiden vermischen sich. Es kommt zu einer Übertragung der nun vielvielvielfach potenzierten Energie, die nun, Zeit und Raum überwindent, zurück in den Körper des Trainers Herrlich fährt und unumgänglich zum Sturz desselben führt.

    Noch Fragen?

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    Hypnopompisches Sehnen

    Ich habe in jedem Traum eine Nacht:
    Du findest mich unter tausend Du’s
    Und keinem Ich.

    Im Wünschen, da liegt ein ewiges Herz.
    Es kommt der Tag: Wir halten uns
    Und umgekehrt.

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    Gedanken zum Gemeinschaftsbaum

    Jetzt haben die bei uns auf dem Dorfplatz einen Tannenbaum hingestellt, so wegen WEIHNACHTEN und GEMEINSCHAFT und UND und so. BAH HUMBUG! Was soll dieser neumodische Kram was soll die Gemeinschaft damit anstellen NACKT um den Baum tanzen ihn UMARMEN und Hippie-Lieder singen? VERRÜCKT!

    Zu MEINER ZEIT und die war besser als JETZT haben wir den Dorftrottel auf dem Dorfplatz angekettet DANN konnten alle vorbeikommen und ihn mit Obst bewerfen DAS war ein Gemeinschaftsgefühl! Alle hatten SPASS und der Dorftrottel hat sogar was zu essen gekriegt. WIN-WIN würde man heute dazu sagen! Bis zu DER NACHT als wir den Dorftrottel aus Versehen bei -20° angekettet gelassen haben; da war die Gemeinschaft wohl etwas ZU besoffen gewesen. HAHA! Danach brauchten wir einen neuen Trottel da haben wir den Heiner genommen, der hat so LUSTIG gelispelt selber dran schuld sage ich.

    Manchmal haben wir auch wen an den PRANGER gestellt da gab es immer genug Leute zur Auswahl!!! Den Lars zum Beispiel der GERNE mal fremdging, der hat alles angebaggert was weiblich aussah KEIN WUNDER bei seiner Frau die war ne echte Zicke und hübsch geht übrigens anders. Oder den Ulf der hat immer mal was MITGEHEN LASSEN den konnten wir immer wegen Diebstahl an den Pranger stellen ohne nachzufragen EINFACH SO. Man sagte das wäre eine Kleptomanie also eine KRANKHEIT und da können nichts dafür wir sind doch eine DORFGEMEINSCHAFT und keine Ärztegemeinschaft.

    Und wenn wir ein RICHTIGES GEMEINSCHAFTSERLEBNIS brauchten dann haben wir eine Hexe verbrannt da wurde allen warm AUCH dem Dorftrottel! Jeder hatte was davon auch und INSBESONDERE der Ehemann! Wir hatten ein tolles System damals DER MANN ging zum Ältestenrat sagte meine Frau ist eine HEXE dann wurden Beweise verlangt denn man verbrennt nicht einfach SO die Frau von wem anders. Da konnte er SAGEN sie ist zickig in letzter Zeit DANN wurde die Frau gefragt sie sagte na ja mein Mann liegt den ganzen Tag auf der FAULEN Haut und säuft und schlägt mich UND ist unerträglich und dann war die Frau eine Hexe den welche gute und GOTTESFÜRCHTIGE Ehefrau redet schon so über ihren Mann! Nur die Frau von Lars KONNTEN wir nicht verbrennen schließlich wollten wir den Lars ja weiter wegen Fremdgehen an den Pranger stellen DAS ging nicht ohne Frau das war SO LUSTIG. Und heute STELLEN die da einen Weihnachtsbaum hin!

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    Wurstwein

    Eigentlich ist Gewürztraminer nicht so meins, aber diese auf dem Lütticher Weihnachtsmarkt gesehene Variante wäre vielleicht doch was für meine herzhafte Natur: GeWURSTraminer!

    Wie passend für einen belgischen Weihnachtsmarkt, auf dem es mehr Schinken-, Bier- und Käsebuden als Glühweinstände gibt. Hoffentlich ist der GeWURSTraminer vielversprechender als dieser Tropfen.

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    Gedanken zu Jamaika

  1. Ich fand die Ausgangslage schon deswegen interessant, weil sie ein Umdenken und ein Nachdenken erforderte. Und der Beginn der Sondierungen war auch dementsprechend verheißungsvoll: die einzelnen Parteien mussten klar zur Sprache bringen, was ihnen wirklich wichtig war (und somit implizit auch, bei welchen Themen sie eher Abstriche konnten). Damit verband ich auch die Hoffnung, dass die Parteien ihre Herzensthemen in der zukünftigen Regierung auch aktiv gestalten und durchbringen würden.
  2. Regierung hätte anders funktionieren müssen als bisher: wo bei bisherigen Koalitionen die Schnittmenge für ein gemeinsames „Projekt“ stets ausreichend groß war, würden nun bei einigen Entscheidungen mal die eine oder andere Regierungspartei „schlucken“ müssen, nach dem Motto „wollen wir nicht so, aber ist uns nicht so wichtig“. Ach, wie erwachsen das gewesen wäre! Vielleicht wäre es sogar möglich gewesen, dass eine Regierungspartei mal gegen etwas stimmt, und sich ein Teil der benötigten Mehrheit aus der Opposition speist, so à lassen Minderheitsregierung. Und alle könnten damit leben… Aber das war wohl ein wahnwitzigen Traum.
  3. Ich hoffe inständig, dass es keine Neuwahlen gibt! Erstes würden diese wohl kaum ein „besseres“ Ergebnis zustande bringen, und außerdem möchte ich, dass die Parteien mit ihrem selbst eingebrocktem… ääh, Dingens, em, leben. Sie müssen halt regieren, wenn nicht zusammen, dann halt gegeneinander. Und kommen bei der nächsten Wahl hoffentlich zusammen auf keine 30% mehr.
  4. Sollte es doch zu Neuwahlen kommen, wünsche ich der FDP ein gnadenloses Scheitern. Ich würde mir überlegen, statt wie üblich die SPD diesmal vielleicht die Grünen zu wählen, in Anerkennung ihrer überraschend kompromissbereiten und konstruktiven Haltung in den Sondierungsgesprächen. Nur den Trittin sollten sie Mal aufs Altenteil schicken, der schadet der Partei nur.
  5. Kleiner Trost: Deutschland steht nicht alleine dar. Ich glaube zunehmend, dass Politikgestaltung über Parteien in der jetzigen Form nicht zielführend ist, weil kaum noch möglich. In anderen Ländern erleben wir derzeit einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma der Parteienzersplitterung: die Entstehung einer allmächtigen Einheitspartei. Das hatten wir in Deutschland schon mal… wäre schön, wenn wir eine andere Lösung fänden. Aber dazu müsste man eben mutiger Weise die Art des Zusammenspiels im Parlament und in einer Regierung neu definieren. Ob das passiert?
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    Phantastische Übersetzung

    Auf diesem Foto (Handy, fahrendes Auto, Dunkelheit, dafür etwas nachbearbeitet) ist quasi nichts zu erkennen. Was ich hier bei der Ausfahrt aus dem  Europapark aber dokumentieren wollte, war die interessante „Übersetzung“:

    Die Zeit vergeht, die Erinnerung bleibt.

    Auf Englisch:

    A magical day is over, dreams continue.

    Nennen wir es lieber eine Neuinterpretation.

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    Halloween, 4 Tage danach

    Hier folgt ein leicht verspäteter Beitrag zu Halloween, inspiriert von hier. Und hier übrigens unser Kürbis:

    Man weiß es ja nicht, was man von Halloween diesseits des Atlantiks halten soll.

    Es ist natürlich ein importiertes Fest, dazu ein amerikanisches (ursprünglich nicht, aber in der jetzigen Form schon), und schlimmer noch: es steht in Konkurrenz zu hiesigen Feiertagen. Und zwar sowohl zu Sankt Martin (von der Jahreszeit und teilweise vom Ablauf her) wie auch zu Karneval bzw. Fasching (das hiesige Verkleidungsfest, welches meines Wissens im Süden Deutschlands und in der Schweiz auch einen schaurigen Charakter hat). Und da geht es Halloween nicht anders als anderen Einwanderern: es wird als Bedrohung wahr genommen.

    Außerdem ist Halloween inzwischen eine weitere Gelegenheit für allerhand Schabernack, auch der gewalttätigen Art. Das trägt auch nicht gerade zur Akzeptanz des Festes bei.

    Diese „Erwachsenen“-Gedanken mal beiseite gelegt, stellt man fest, dass Kinder schlicht und ergreifend Spaß am Verkleiden und Gruseln haben. Und der Bedarf an Gruselei ist hierzulande eben nicht kanonisch gedeckt. Den als Zombies gekleideten Kindern ist der Migrationshintergrund von Halloween doch genauso egal wie bei Rock– und Pop-Musik, McDonald’s oder Döner. Und Gewaltexzesse finden wir auch bei G20-Gipfel und inzwischen bei fast jedem Fußballspiel. Wollen wir deswegen die Bundesliga oder gar die reichsten Industrieländer abschaffen?

    Es ist lange her, dass wir uns über Negermusik echauffierten, heute ist alles jazzige, bluesige, soulige und hiphopige einfach cool; und ist nicht auch unser hiesiges Weihnachtsfest ein elendes Mischlingskind mit germanischen, römischen, amerikanischen und sicherlich auch armenischen und hebräischen Vorfahren? Würde mich nicht wundern, wenn auch die Mayas und die Marsianer ihre Finger mit drin hätten…

    Ich denke: lass Mal gut sein. Wenn die Kiddies Spaß haben, dann iss‘ gut. Und ich finde es sogar schön, dass Halloween hierzulande sogar noch etwas Gruseliges und somit Ursprüngliches an sich hat. In USA ist Halloween weniger ein Gruselfest als mehr ein Verkleidungsfest, weil es dort eben keinen Karneval gibt. Und überhaupt verhält sich das hiesige Halloween zum „echten Halloween made in USA“ wie ein kleiner Karnevalszug am Karnevalssonntag in Niedersachsen zur Fünften Jahreszeit im Rheinland. Was nicht schlecht sein muss, wenn das Fremde, Eingebürgerte sich verändert und anpasst.

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