Zum Totlachen

Diese Horrorclowns sind allen ernstes Teil eines automatischen Zirkuses in einem niederländischen Freizeitpark für jüngere Kinder (es gibt eine Manege voller Puppen, die man an einem Schaltpult per Knopfdruck aktivieren kann). Mein Kleinkind jedenfalls hat sofort Angst bekommen, und andere auch.

Dafür, dass der Park aus Attraktionen aus zweiter Hand besteht, ist er etwas teuer, und warum Erwachsene den vollen Preis bezahlen müssen, ist mir auch schleierhaft, schließlich gibt es für unsereins nichts zu tun, außer Fotos zu machen und gehässige Berichte zu schreiben.

Sechs Euro fürs Parken ist auch zu viel, außerdem hat unser Kleiner erst mal eine Stunde gepennt, während wir einen furchtbaren Kaffee getrunken haben (wofür ich im Zeitalter von Nespresso überhaupt kein Verständnis mehr habe) und ein bisschen im Nieselregen spazieren gegangen sind.

Als er erwachte, gingen wir als erstes zu den Gruselclowns, und darauf wollte er gleich wieder zuhause. Danke. Nach einer weiteren Stunde Spazierens und einer erzwungenen Fahrt auf einem Dino-Tretthelikopter (nicht fragen) wollte er dann glücklicherweise doch nochmal und nochmal und genauso beim Karussell und an der Schlauchbootrutsche und am Ende haben wir den Eintritt an Manegenfahrten doch rausgekriegt. Inklusive Parkgebühr, nur die zwei Kaffees habe ich innerlich abgeschrieben.

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Kleiner spanischer Ich

Der große Bruder baut LEGO-Spielzeug für den kleinen Bruder.

Wer erkennt die Lieblingsfernsehsendung des Kleinen?

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Flugunfähig

Eine schlimme Fehlkonstruktion: die Rotorblätter stoßen hinten gegen das Megafon, so dass der Hubschrauber gar nicht abheben kann!

Andererseits auch gut so: auf dem Karussell geht es sehr beengt zu, und ein startender Hubschrauber könnte eine Gefahr für die Cabrio- und Motorradfahrer darstellen, außerdem könnten die Pferde durchdrehen.

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Ein Zeichen gegen Rechts?

Auf diesem Fahrgechäft sind – laut dem dritten Piktogramm von unten – keine halslosen Glatzköpfe mit Kapuzenpulli erwünscht.

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Conan der Autor

Sowas liebe ich: ein endlos dickes Buch voller toll geschriebener, kurzweiliger Kurzgeschichten. Trotz des Alters nicht angestaubt, sondern eher patiniert.

Es handelt sich um eine Sammlung von 76 Kurzgeschichten – auf Englisch – von Arthur Conan Doyle, nicht zuletzt als Schöpfer des legendären Sherlock Holmes berühmt geworden. Die in diesem Band versammelten Storys kommen allerdings ohne den ollen Besserwisser aus und untergliedern sich in thematisch gruppierten Kapiteln: The ring and the camp — Pirates and blue water — Terror and mystery — Twilight and the unseen — Adventure and medical life — Tales of long ago.

Beim Lesen wurde mir wieder klar, was für ein hervorragender Geschichtenerzähler Doyle ist. Es kann ernst, spannend, geheimnisvoll oder lustig zuzugehen, aber nur selten wird es langweilig. Ein paar Ausnahmen bestätigen die Regel, und gerade das letzte Kapitel (Doyle zufolge sein liebstes) fand ich uninteressant.

Bei einer hundert Jahre alten Sammlung muss man sich darauf einstellen, dass manche Wendung nicht so überraschend ist, wie es damals war, oder dass manche Charaktere stereotyper ausfallen, als man es heute von einem guten Autor erwarten würde – aber das alles hat mein Lesevergnügen nicht beeinträchtigt.

Über einige Monate habe ich abends im Bett vor den Einschlafen darin gelesen, und durfte mal auf hoher See Schlachten führen, im französischen Hinterland Pferde aus Militärcamps entführen oder mich in geheimnisvollen châteaus vom Schlossherrn gefangen nehmen lassen, in der Abgeschiedenheit Schottlands eine flüchtende Braut vor ihrem ehemaligen Liebhaber beschützen, in der Wüste Nordafrikas Räuber abwehren. Ich habe seltsame Experimente durchgeführt, bin lebenden Mumien begegnet, habe Schätze gehoben, Frauenherzen und Boxkämpfe gewonnen. Führte das Leben eines ehemaligen Soldaten, eines überarbeiteten Buchhalters, eines verzweifelten Abenteurers…

Heutzutage werden Geschichten häufig in der Form von Buch- oder Filmreihen oder (ganz wundervollen) TV-Serien erzählt und benötigen dafür minimum zehn Stunden (manchmal auch dreissig). Wie schön, auch mal die entgegengesetzte Kunstform zu erleben: eine ganze Welt auf dreissig Seiten, jeden Abend neu!

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Knofi für Kinder

Welche allgemein bekannte Problemstellung wird hier dargestellt?

Bevor ihr euch zu lange den Kopf darüber zerbrecht: Wenn ein Zweijähriger eine Auswahl an Küchengewürzen für seine Spielküche beansprucht, dann ist das noch ganz süß, selbst wenn er sie nur widerwillig hergibt, wenn man sie mal selber braucht.

Wenn aber irgendwann das Wohnzimmer zunehmend nach Katzenpipi stinkt, und Mama nach längerem Riechen und Suchen den mit Knoblauchwasser gefüllten Spielzeug-Wasserkocher als Ursache aufdeckt…. bleah. Insbesondere haben bisher weder Spüli, kochendes Wasser noch Schrubberbürste den Geruch tilgen können.

Eine sehr kurze Internet-Recherche ergab Zitronensaft als mögliche Abhilfe. Ich werde berichten…

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Die Mystiker

Wann gilt ein Sachverhalt als mystisch?

  1. Wenn ich es nicht verstehe → das ist der Ansatz aller Esoteriker und Homöopathen und sonstiger Schwachmaten. Wenn ich die Augen verschließe, dann kann die ganze Welt mystisch sein. Die Wahrheit halte ich für todlangweilig. Oder unromantisch.Ich finde es herzlos, alles erklären zu wollen. Aber das ist natürlich Schwachsinn, denn ich biete gerade alternative Erklärungen. Sogar ganz viele, widersprüchliche, parallel existierende. Und sie beinhalten halt alle ein bisschen Magie statt Wissenschaft. Denn eigentlich bin ich zu dumm zum Nachdenken.
  2. Wenn die Menschheit es nicht versteht → das ist die Domäne der Gottesgläubigen nach alter Schule. Gott finde ich überall dort, wo wir noch keine wissenschaftliche Erklärung für haben. Der Blitz, die Sonne, die Entstehung des Lebens, das Bewusstsein. Und immer, wenn die Wissenschaft ein weiteres mögliches Versteck Gottes mit dem Licht der Erkenntnis ausleuchtet, bin ich enttäuscht, vielleicht auch zunehmend frustriert, und vielleicht nähere ich mich aus lauter Frust schrittweise dem Esoteriker, in dem ich lieber die Augen verschließe, als eine weitere Enttäuschung zu erleben.
  3. Wenn die Menschheit es niemals verstehen kann. Aus physikalischen und / oder biologischen Gründen, die auch jegliche Weiterentwicklung der Menschheit einschließt → hier finden sich manche Philosophen und die Gläubigen nach moderner (oder asiatisch beinflusster) Schule. Es gibt etwas dem Wesen Unerklärliches, zumindest für uns dreidimensionale und zeitgebundenen Wesen. Vielleicht gilt diese Aussage schon für das Leben oder das Bewusstsein?
  4. Wenn es keine Erklärung geben kann (mystisch als Eigenschaft unabhängig vom „Beobachter“) → Ist dies hier schon ein semantischer Widerspruch? Kann es etwas geben, was von keinem (theoretisch exisitierbarem) Wesen verstanden werden kann? Erst dieses würde wirklich die Bezeichnung „mystisch“ verdienen. Aber kann es ein Dasein ohne Ursache geben? Und wäre ein eventuell existierender Gott in der Menge der nicht verstehenden Wesen eingeschlossen? Hier kommen wir entweder bei einer sehr allgemeinen Theologie an, in dem Gott als Grenzwert oder als nicht erklärbare Auflösung eines Paradoxons zu sehen ist, oder eben beim einem durch eine zwingende Logik erreichten Atheismus. Und weit weit weg vom augenverschließenden Mystiker nach 1.
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